Sabine Czerny: Was wir unseren Kindern in der Schule antun… – Leserbrief an die SZ

An die Redaktion SZ

Pünktlich zum Tag der Veröffentlichung erscheint heute (4. Oktober 2010) Christian Blehers Besprechung von Sabine Czernys neuem Buch „Was wir unseren Kindern in der Schule antun – und wie wir das ändern können“. Sabine Czernys Vorschlag ist relativ einfach: die Noten abschaffen.

Das Erste, was an der Besprechung in der SZ vom 4. Oktober auffällt, ist die Tatsache, dass an keiner Stelle eine Gegenstimme zu Czernys Position zu Wort kommt, dass kein einziger kritischer Gedanke zum Buch geäußert wird – wohl aber Gerüchte, dass manche Lehrer die Notenskala ändern, wenn „zu viele“ Schüler die richtige Lösung haben, und natürlich auch allerlei Lobenswertes zur Person Czerny.

Das Zweite, was auffällt, ist die Tatsache, dass der zitierte Artikel über Sabine Czerny vor zwei Jahren in der SZ auch von Christian Bleher stammte. Frau Czerny hat offensichtlich gute Connections zu Bleher und über den zur SZ. Eine rundum positive Besprechung am Tag des Erscheinens, das nenne ich eine fabelhafte Reklame für das Buch. Was mag wohl eine halbseitige Anzeige in der SZ kosten, die durch diese Besprechung überflüssig geworden ist?

Was drittens auffällt, ist die Tatsache, dass bereits am 1. Oktober eine ähnlich positive Besprechung in der taz erschienen ist, in GEO.de bereits am 11.09., und dass der Titel am heutigen Nachmittag bereits knapp 4.000 Links bei google hat: Die „Verfolgung“ durch die Behörde kann Sabine Czerny gelassen ertragen, sie hat die Medien und eine „kritische“ Öffentlichkeit auf ihrer Seite.

Viertens habe ich endlich das Geheimnis der guten Noten Frau Czernys entdeckt. Bleher schreibt (eher ahnungslos): „Vor allem Aufgaben, bei denen die Kinder sogenannte Transferleistungen erbringen müssen, wirken in der Praxis oft als ‚Einser-Bremsen’.“ Nun ist das von ihm genannte Beispiel, ein Synonym für ein Wort zu suchen, keine ausgesprochene Transferleistung. Aber das will ich nicht diskutieren. Interessant ist, dass mit dem Satz verraten wird, dass Czernys Einser überhaupt keine Einser sind. Ich begründe mein Urteil: In einem Transfer, d.h. in der Übertragung einer Lösung auf ähnliche Fälle, zeigt sich erst, ob jemand etwas richtig verstanden hat. Wenn jemand zum Transfer nicht imstande ist, hat er zwar sein Sprüchlein gelernt, kann es richtig aufsagen, hat es aber eben nicht verstanden. Und solche Kinder müssen nach Czerny/Bleher auch eine Eins kriegen – kein Wunder, dass es bei Czerny Einser hagelt. Jetzt habe ich endlich die Antwort auf meine Frage, die ich schon vor zwei Jahren gestellt habe: Wie macht Frau Czerny Unterricht, was macht sie anders als Kollegen, dass sie so gute Noten erzielt? Jetzt weiß ich es, vielen Dank, Herr Bleher!

Stichwort Connections: Ich bin gespannt, ob mein Leserbrief diese Woche noch in der SZ erscheint, auch wenn ich Herrn Bleher nicht persönlich kenne.

————————————————————————————(Ende des Leserbriefs!)—————————————————————————————-

P.S. Vergleiche meinen alten Artikel und den Bericht über die Berichterstattung!

2. P.S. Die Überschrift der Besprechung heute lautete: „Die Noten-Rebellin“. Rebell, Rebellin, Robin Hood, Netzer – Rebell am Ball, Küng – blonder Rebell gegen Rom… Hier sieht man, wie mediale Vermarktung funktioniert. Ich befürchte, dass Netzer von Fußball mehr verstand als Czerny von Schule; Küngs Theologie war auch nicht so großartig, dass er ohne Rebellentum viel Beachtung gefunden hätte. Wer interessiert sich schon für Theologie, wer interessiert sich schon für Probleme des Bewertens von Leistungen in der Schule… Aber die Ikone Che Guevara, REBELL resp. REBELLIN, das ist gut, das hat Charme, das verdient resp. erzeugt Beachtung…, und dafür sind die Medien schließlich da, oder?

3. P.S. Wozu Rebellen gut sind: In der Schule sollen alle Schüler gleich (gut) sein, fordert und behauptet Frau Czerny. Es soll keine Besseren geben – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit! Und deshalb „rebelliert“ sie gegen die stockkonservativen Großkopfeten, die das Sagen haben und Ungleichheit zementieren. Sie ist Noten-Rebellin, sagt Bleher. Als Rebellin ragt sie aus der Masse der Gleichen, der dumpfen Lehrer, der angepassten Kriecher heraus; Zivilcourage hat sie, sagen sogar die bayerischen Pfarrer, und verleihen ihr eine Medaille. – Hier zeigt sich die Dialektik des Rebellen-Begriffs: Er erlaubt das Herausragen einer oder eines Einzelnen im Kampf für die Gleichheit aller. Geschickt, geschickt, denkt der Beobachter: So werden sozialistische Helden geschaffen; das nächste Buch der Heldin, pardon, Noten-Rebellin kommt in zwei Jahren garantiert. Und dann werden wieder die alten Geschichten erzählt, die alten Suppen umgerührt und aufgewärmt: wie Sabine damals rebellierte und was sie doch für ein guter Mensch ist – so viel besser als die anderen dumpfen Lehrer, diese angepassten Kriecher und herzlosen Zyniker. Sie bräuchte nur noch eine andere Frisur, finde ich: eine echte Rebellenfrisur, eine Mähne, wie Che oder Netzer eine hatten. Zumindest blonde Locken sollten es sein, damit noch ein wenig Küng-Rebellion durchscheint – ich spreche hier natürlich nur von der Bleherschen Ikone „Sabine Czerny“; die richtige Frau Czerny kenne ich nicht. Aber sie scheint sich in der Ikone wiederzufinden, sonst würde sie ja kein Rebellenbuch schreiben.

4. P.S. Korrekterweise müsste der Titel lauten: „Was wir euren Kindern in der Schule antun…“; denn Frau Czerny hat, wenn ich nicht irre, keine Kinder und erhebt mit dem Pronomen „unser“ einen Anspruch, der ihr nicht zukommt. Ich bin jedenfalls froh, dass meine Kinder auch andere Lehrer als Frau Czerny hatten: Lehrer, die Leistung forderten und ermöglichten. Und ich weiß, dass viele Schüler am Gymnasium sich über die Einser-Lehrer (will sagen: Lehrer, die mit Einsern um sich werfen) lustig machen.

5. P.S. Mein Leserbrief ist am 21. Oktober in der SZ (Forum) erschienen.

6. P.S. Ich hörte dieser Tage, dass eine Lehrerin in einer 10. Klasse allen 29 Schülern im Fach „Katholische Religionslehre“ die Note 1 im Zwischenzeugnis 2011 gibt (ich kann Namen nennen!). Von dieser Lehrerin nehmen die Kollegen jedoch nicht an, dass sie guten oder sogar sehr guten Unterricht erteilte. Folgerung: Die Häufung von 1en ist mitnichten ein Zeichen erfolgreichen Unterrichtens oder Lernens; manchmal ist sie Zeichen der totalen Verzweiflung der Lehrperson, auch wenn diese das vielleicht nicht so empfindet. Es ist äußerst leichtfertig, von vielen 1en auf guten oder erfolgreichen Unterricht zu schließen. – Man muss zur Einschätzung der Note „sehr gut“ wissen, dass erst Transferleistungen und Eigenständigkeit so bewertet werden dürfen, nicht aber die Reproduktion von Sprüchlein!

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Besprechung des Buches von Sabine Czerny „Was wir unseren Kindern in der Schule antun …“ durch Freerk Huisken: „Das Schulsystem zwingt uns, Verlierer zu produzieren“ (SZ vom 27. November 2010, Feuilleton)

In der Besprechung wird einiges von Czerny referiert, wozu ich zuerst Stellung nehmen möchte; danach sage ich etwas zu Huiskens Position.

1. Czerny sei eine Lehrerin, „die wegen zu guten Unterrichts abgemahnt wurde“. Das ist natürlich Unsinn – sie ist wegen zu guter Noten abgemahnt worden; dass denen ein besserer Unterricht entspricht, ist fraglich. Es sei von ihr gefordert worden, dass es auch bei ihr „Vierer, Fünfer und Sechser geben“ müsse; wenn das stimmt, wäre es unberechtigt. Vielleicht hat die Forderung aber auch geheißen: Es muss die Möglichkeit bestehen, dass es Vierer, Fünfer und Sechser gibt. Das wäre berechtigt, weil es eine Konsequenz des Notensystems ist.

Czerny behauptet, „dass es keine dummen Kinder gibt“. Das hört sich gut an, weil „dumm“ negativ konnotiert ist; vielleicht stimmt es aber, dass es Begabungsunterschiede gibt? Das wäre eine „positive“ Formulierung, der dann „weniger begabte Kinder“ entsprächen. Das sagt Frau Czerny als himmlischer Engel aber wohlweislich nicht.

2. Huisken wirft ihr vor allem vor, dass sie sich weigere, „ihrer behördlichen Disziplinierung auf den Grund zu gehen“. Das holt er dann für sie nach: Er behauptet, es liege im deutschen (Bildungs)System, „dass per Notendiktat die Mehrheit des Nachwuchses von jeder weiterführenden Bildung ausgeschlossen wird“. Dazu ist erstens zu sagen: „2010 haben sich 440 000 junge Leute an den Hochschulen eingeschrieben – 18 000 mehr als 2009. Ihr Anteil an der gleichaltrigen Bevölkerung kletterte von 43 auf gut 46 Prozent.“ (ftd 25.11.2010) Wenn man die hinzunimmt, die sich nach dem Abitur bloß mit einer Berufsausbildung begnügen, kommt man auf über 50 % Anteil des Jahrgangs als Teilhaber von besagter weiterführenden Bildung; die Mehrheit wird also nicht ausgeschlossen – wobei allerdings unklar bleibt, was Huisken unter weiterführender Bildung versteht (nur das Gymnasium? auch die Realschule?). „Notendiktat“ hat jedoch den richtigen negativen Klang – richtig für radikale „Gesellschaftskritik“.

Er analysiert die Schule dann als „Instrument zur Herstellung von passendem Nachwuchs für diese Gesellschaft“. Hier sind wieder „Instrument“ in Verbindung mit „Herstellung“ negativ konnotiert; in der Sache kann ich nichts Schlimmes darin finden, dass Schüler auf ein Leben in ihrer Gesellschaft vorbereitet werden.

Drittens (und darin ist er sich vermutlich mit Czerny einig) greift er unter dem Stichwort „Schulkonkurrenz“ das Leistungsprinzip an – damit sei schließlich „festgelegt, dass das Interesse aller Schüler, in der Schule gut abzuschneiden, nicht für alle aufgehen darf“. Auch hier wieder die demagogische Formel „darf“: Richtig wäre, dass es nicht aufgehen kann. Das ist wie bei Czerny, die beklagt, dass die Schule „Versager“ produziert – sie produziert aber genauso gut Gewinner. Es geht also um das Leistungsprinzip als Schlüssel zur Verteilung sozialer Chancen. Dazu möchte ich zweierlei sagen:

a) Nach welchem anderen Prinzip sollen denn soziale Chancen verteilt werden? Nur nach der Geburt – das ergäbe eine ständische Gesellschaft; nach Schönheit und blauen Augen – das ergäbe eine rassistische Gesellschaft (hatten wir auch schon mal); nach der richtigen Gesinnung und dem Parteibuch – das ergäbe eine Gesinnungsdiktatur (hatten wir auch schon mal, u.a. in der DDR); nach Beziehungen – hatten wir auch schon, vom Mittelalter bis heute. Und genau gegen all diese nicht wünschenswerten Kriterien steht das bürgerliche Leistungsprinzip als Möglichkeit auch für die Kinder kleiner Leute, in Zukunft  aufzusteigen. (Ich gehöre als drittes Kind einer Kriegerwitwe zu diesen Kindern kleiner Leute; mein Vater war vor seinem Tod selbständiger Holzschuhmacher – meine älteren Geschwister konnten nicht aufs Gymnasium bzw. mussten den Besuch abbrechen, weil wir nach dem Krieg fast kein Geld hatten – aber doch nicht, weil sie die Leistung nicht hätten erbringen können: Schulbesuch darf also nicht am Geld scheitern, das meine ich durchaus! Vielleicht darf man auch fragen, aufgrund welcher Kriterien Huisken seinerzeit Professor in Bremen geworden ist: aufgrund seiner Leistungen? aufgrund von Beziehungen? oder aufgrund der richtigen linken Gesinnung?)

b) Das kann nur heißen, dass wir von Seiten des Staates allen (in den Grenzen staatlicher Organisierbarkeit!) ermöglichen sollen, Leistung zu erbringen – aber es kann doch nicht heißen, das Leistungsprinzip aufzugeben. Und die staatliche Organisierbarkeit ist begrenzt: Das sieht man an der Arbeit der Jugendämter, wo eben ganz normale Bürger ersatzweise elterliche und andere Leistungen erbringen (im Rahmen ihres Tarifvertrags, im Rahmen der Gesetzmäßigkeit von Büroarbeit und -kollegialität, Büroklüngel und -intrigen usw.). Oder zu Deutsch: Gute und kluge Eltern werden durch staatliche Angestellte nicht gleichwertig ersetzt. Leider ist das so. Und damit bleibt „Familie“ und Herkunft Schicksal, auch wenn man versuchen soll, die schlimmsten Schicksalsschläge abzumildern. Aber was soll man mit bildungsunwilligen Eltern, die es ja auch gibt, tun? Soll man sie totschlagen, nach Sibirien schicken oder entmündigen? Und wer kümmert sich dann um die Kinder, wieder das Jugendamt (s.o.)?

Fazit: Sowohl Czerny wie Huisken verwenden Begriffe demagogisch und verschleiern mit ihren guten Absichten die Sachproblematik. Huisken deutet nicht im Geringsten an, wie Schule anders organisiert werden könnte, während Czerny bei dem unpraktikablen Vorschlag bleibt, die Noten abzuschaffen („Gutachten“ sind nämlich nur eine höfliche und weithin unverständliche Umschreibung der Noten, weil sie festhalten, was Kinder im Hinblick auf ein den Eltern unbekanntes Soll können). Aber die schönen Formeln von den nicht-dummen Kindern und der Versager-Vermeidung lassen über solche Schwächen leicht hinwegsehen.

28. November 2010

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Wichtige Ergänzung (6. 12. 2010)

Die Argumentation Czernys und Huiskens beruht vielleicht auf der Annahme oder Erfahrung, dass Schüler nur für „gute“ Leistungen in der Schule anerkannt würden. Wenn dem so ist, liegt der Fehler bei denen, die den schwächeren Schülern Anerkennung verweigern (Lehrer, Mitschüler, Eltern, Bekannte). In der Schule muss es darum gehen, dass auch schwächere Schüler anerkannt werden – dafür zu sorgen ist eine zentrale pädagogische Aufgabe für den Lehrer, auch wenn dieser nicht die ganze Welt verändern kann. Es kann aber nicht darum gehen, auf das Leistungsprinzip zu verzichten, weil manchen Schülern aufgrund eines Denkens in Leistungskategorien Anerkennung verweigert wird. Nicht das Leistungsprinzip ist schlecht, sondern seine Verabsolutierung zu einem Maß menschlichen Wertes.

Die theoretischen und praktischen Probleme der Anerkennung kann ich hier nicht lösen; das Suchwort „Anerkennung durch andere“ (evtl. +Schule) ist in der Suchmaschine ergiebig. Man findet u.a.:

http://www.ipp-muenchen.de/texte/straus_dueren.pdf (Straus)

http://soziologie.uni-duisburg.de/personen/holtgrewe/uhsv-indsoz02.pdf (Holtgrewe – Voswinkel) und mehrere Arbeiten von Norbert Ricken:

http://www.fb12.uni-bremen.de/fileadmin/Arbeitsgebiete/ricken/Publikationen/Ricken_2009_Anerkennung.pdf (schwierig)

http://www.fb12.uni-bremen.de/fileadmin/Arbeitsgebiete/ricken/Publikationen/Ricken_2009_ZeigenAnerkennen.pdf (elementar, vor allem der 2. und 3. Teil!)

http://www.ev-akademie-tutzing.de/doku/programm/get_it.php?ID=891 (Über allgemeine Prinzipien einer Fehlerkultur)

Ich darf auch auf einige kleine Aufsätze von mir hinweisen:

https://norberto68.wordpress.com/2010/07/10/loben-aber-richtig/

https://norberto68.wordpress.com/2011/05/29/eine-andere-meinung-gelten-lassen/

http://norberto42.kulando.de/post/2008/08/14/offen-sprechen-k-nnen

https://norberto68.wordpress.com/2011/05/29/zuhoren-kultivieren/

http://norberto42.kulando.de/post/2007/08/02/das_ruckgrat_starken

https://norberto68.wordpress.com/2011/05/29/sachlichkeit/

http://norberto42.kulando.de/post/2007/06/24/aufmerksamkeit

http://norberto42.kulando.de/post/2007/09/02/lehrer_als_lernender

https://norberto68.wordpress.com/2012/02/07/uber-das-richtige-lernen/ (mehr ein Zitat Wittgensteins als ein Aufsatz von mir)

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3 thoughts on “Sabine Czerny: Was wir unseren Kindern in der Schule antun… – Leserbrief an die SZ

  1. Pingback: Wie schreibt man einen Leserbrief? (mit Beispielen) « norberto68

  2. Sie meinen also, dass Kinderlose (auch kinderlose Lehrer) sich nicht in einer übergeordneten Verantwortung für die nachfolgende Generation sehen und dem Ausdruck verschaffen dürfen? Das kritisieren Sie am Beispiel Sabine Czernys, die von „ihren“ [im Buchtitel wörtlich von „unseren“] Kindern spricht.

    Das ist aus meiner Sicht eine zu strenge, doch sehr technokratische Sicht auf das vielschichtige Geflecht der Lehrer-Schüler-Beziehung. Zumal in Sabine Czernys Buchüberschrift der Genetiv nicht possessiv, also besitzanzeigend, gebraucht wird. Sie will mit dieser Wortwahl offensichtlich der unausweichlichen Verantwortung der älteren Generation für die jüngere Ausdruck verschaffen. Bestimmen wir Großen, Eltern ebenso wie Kinderlose, doch durch unser Tun maßgeblich darüber, mit welcher Ausstattung an Fertigkeiten und Kompetenzen die heutige Jugend später in der Welt stehen wird — und wie ihre Lebenswelt dann aussehen wird.

    Ich persönlich freue mich sehr über solche Lehrer, die meine Kinder im schulischen Kontext als die ihren, als zeitweise „ihnen überantwortet“ betrachten. Damit drücken sie die erwachsene Bereitschaft aus, volle pädagogische Verantwortung für ihr eigenes Tun zu übernehmen.

    • Lieber Thorsten Kerbs,
      Sie schaffen es tatsächlich, einen kleinen Seitenhieb (im 4. P.S.) mit dem k.o.-Schlag zu verwechseln.
      Außerdem darf bezweifelt werden, dass Lehrer, die Schüler systematisch unterfordern (siehe Blehers Ausführungen zu den Transferleistungen!), ihrer pädagogischen Verantwortung gerecht werden – mögen sie so oft von „unseren“ Kindern sprechen, wie sie wollen!

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