Nicht immer nur googeln…

Nicht immer nur googeln…

Tipps von KollegInnen für KollegInnen

– Christian Mantsch

– Ulrike Hemmert

– Eva-Susanne Graffmann

– Renate Kuffart

– Jürgen Spitzlay

Folien des Sammelvortrags vom 18. März 2014 – 5. Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Kirchlichen Hochschulbibliotheken (AGKH) in Bamberg

http://www.pthv.de/fileadmin/user_upload/Bibliothek/Schulungen/Nicht%20immer%20nur%20googeln_2014.pdf

Fairerweise muss ich sagen: Am 6. August 2017 habe ich meine Analyse eines Brentano-Gedichts nach einem Tag allein bei google gefunden.

google und Metager

sind derzeit, was das Finden neuer Beiträge angeht, die lahmsten Enten von allen großen Suchmaschinen: Nach vier Tagen finden sie meinen neuesten Beitrag in norberto42.wordpress.com oder http://dito42.blogspot.de nicht, während die anderen Suchmaschinen ihn anzeigen. Google war früher viel besser, nach einem Tag wurde dort ein neuer Beitrag präsentiert.

Metager ist sowieso der letzte Schrott: Was die alles als „Ergebnis“ anbieten, hat mit der Suchfrage nicht viel zu tun. Wer’s nicht glaubt, kann ja mal „Motiv Wort, Worte in Faust I“ bei Metager eingeben, dann bekommt er außerordentlich lustige Ergebnisse.

Meine alte Empfehlung für „seroius search“ habe ich gelöscht; es lohnt nicht, damit zu suchen.

P.S. Ein aus guten Gründen anonym bleibender „Carsten“ hat bei http://norberto42.blogspot.de/2016/11/google-und-metager.html kommentiert: „Okay, habe es bei MetaGer eingegeben: Sind doch Superergebnisse, wo ist das Problem genau?“ Das Problem ist, dass z.B. bei den ersten zehn Ergebnissen fünf überhaupt nichts mit „Faust“ zu tun haben und die übrigen fünf keine Suchergebnisse zur Frage sind. Metager findet wenigstens „Die Wortproblematik, ein Motiv in Faust I“, während google auch heute (14.11.) gar nichts findet.

Zweites P.S. (09.12.16)

In einer weiteren Antwort hat Carsten Riel (diesmal mit Namen) die Tatsache, dass MetaGer ein Metasucher ist, für die Ausfälle beim Suchen verantwortlich gemacht. Das ist aber nicht zutreffend: Andere Metasucher liefern bessere Ergebnisse als MetaGer. 

Drittes P.S. (09.12.16)

Ich habe gerade noch einmal mit „Goethe: Faust – Motiv Worte, Wortproblematik“ einen Test gemacht: Das richtige Ergebnis liefern MetaGer, Ixquick, unbubble, oneseek, unbubble, metacrawler=excite, dogpile und ecosia.org.; manche von früher bekannte Metasucher fallen einfach aus, lassen endlos warten oder liefern nichts; eTools liefert das richtige Ergebnis, aber mit Hindernissen. Google liefert inzwischen ebenso das Ergebnis, natürlich auch Bing, Duckduckgo und Swisscows oder http://search.lilo.org/.

Viertes P.S.

Test am 11.12.2016 mit den Suchworten ‚Faust I: Auerbachs Keller, Hexenküche‘, die ersten 20 Ergebnisse:

Quant = Swisscows (= Hulbee) = Duckduckgo (Bei anderen Suchwörtern weicht Duckduckgo von Quant ab, ebenso Swisscows!)

Bing = lilo = ecosia (weicht wie lilo bei anderen Suchwörtern von Bing ab!)

Google ist selbständig. Selbständig, aber viel Irrelevantes bieten oneseek, excite (mit Reklame), eTools und MetaGer (ebenfalls mit Reklame). Dogpile hat entsetzlich viel Reklame. Ixquick und Unbubble haben nur wenige Treffer zu diesen Suchworten.

Fazit: Quant, Duckduckgo, Bing und Google sind selbständig und bieten relativ relevante Treffer. Es genügt, in diesen vier Maschinen zu suchen.  

Weblogs im Zusammenhang mit dem Unterricht

Ich bringe hier einen Vortrag aus dem Jahr 2009, dessen Links größtenteils veraltet sind, als ein Dokument jener Jahre – ich habe es aus dem Cache bei exalead gerettet, nachdem kulando.de im Herbst 2015 ohne Vorwarnung abgeschaltet worden ist:

Für den Hessischen Schulbibliothekstag 2009 (21. März in Hofheim) habe ich einen Vortrag zum Thema „Weblogs im Zusammenhang mit dem Unterricht“ konzipiert. Mangels Interesse ist der Vortrag gestrichen worden – hier ist er:

Standarddefinition: Ein Weblog ist ein Tagebuch.’
Das ist aber nicht ganz richtig, weil damit nur eine mögliche Funktion der Weblogs erfasst wird.

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Ich stelle fest, dass die Wiedergabe des alten Aufsatzes bei blogger.com schöner als bei wordpress.com ist. Hier steht also der ganze Aufsatz: http://norberto42.blogspot.de/2016/03/weblogs-im-zusammenhang-mit-dem.html

Außerdem:

http://www.bib-info.de/fileadmin/media/Dokumente/Kommissionen/Kommission%20f%FCr%20One-Person-Librarians/Checklisten/check18.pdf

http://praxistipps.chip.de/blog-erstellen-mit-blogspot-in-3-minuten-so-gehts-kostenlos_23980 sowie die Suchworte „weblog erstellen“!

Plagiate finden

Normalerweise genügt es, einige Stellen aus einem Text – mit Anführungszeichen versehen – bei google einzugeben, um zu prüfen, ob der fragliche Text irgendwo abgekupfert ist; bei Arbeiten in Literaturkursen wird man darauf achten müssen, dass man Namen leicht durch andere ersetzen kann.

Es gibt aber auch Maschinen, die einem die Arbeit abnehmen; einige seien hier genannt, dazu gibt es nicht genannte tools zum Herunterladen, und vor allem ist der im letzten Link genannte Kurs zu empfehlen:

http://www.plagiatefinder.de/

http://www.plagscan.com/plagiatcheck/analyse.php

http://sucodo.de/ bzw. http://sucodo.de/run/?start-with=de

http://plagiarisma.net/de/

http://www.copyscape.com/

http://www.urheberrecht.justlaw.de/plagiate-finden.htm (Linksammlung)

http://plagiat.htw-berlin.de/ff/startseite/fremde_federn_finden (Kurs: Fremde Federn finden)

Vgl. auch den alten Beitrag https://norberto68.wordpress.com/2011/03/11/fremde-federn-finden-kurs-uber-plagiat/!

Schülerlexikon – Lernhelfer

Das alte Schülerlexikon Deutsch hat seinen Geist aufgegeben und ist in die Reihe Duden-Lernhelfer integriert worden: https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/ (Übersicht: alle Fächer). Für Deutsch gibt es zwei Ausgaben, in denen die Artikel systematisch geordnet sind (am besten probiert man es einfach mal aus):

https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/deutsch (Sek I)

https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/deutsch-abitur (Sek II)

DWDS – Wörterbuch im Netz

Das DWDS (Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache) ist ein mediales Ereignis – es wird fortlaufend um neue Ressourcen erweitert. Inzwischen sind z.B. auch das Deutsche Wörterbuch (Brüder Grimm) und das Synonymenwörterbuch GermaNet integriert; im Wortprofil kann man sich die ganze Verwendung des Wortes anschauen, es gibt verschiedene Corpora – man muss das alles in Ruhe ausprobieren. Das Deutsche Wörterbuch ist hier viel übersichtlicher als im Original: Man kann sich die ganze Gliederung anschauen und dann bei Bedarf einzelne Unterpunkte (durch +) aufrufen. Man kommt aus dem Staunen beinahe nicht mehr heraus… Einfach wunderbar!

Sprachkritik und Stilistik (Eduard Engel, Ludwig Reiners)

Thomas Steinfeld hat in einem Aufsatz („Wie man Leser vor Schwindel schützt“, 28. April 2015) in der SZ über den Streit um die „Stilkunst“ von Ludwig Reiners berichtet. Es gibt seit gut zehn Jahren den Vorwurf Stefan Stirnemanns, Reiners’ Buch sei ein Plagiat von Eduard Engels „Deutsche Stilkunst“. Dazu gibt es jetzt eine Dissertation von Heidi Reuschel („Tradition oder Plagiat?“), von der der Vorwurf des Plagiats bestritten, aber die Tatsache überaus starker Anlehnung an Engels Buch nachgewiesen wird.

Steinfelds Aufsatz regt nicht nur dazu an, über die Wirksamkeit stilistischer Ratgeber und Korrekturen nachzudenken, sondern bringt mit den Autoren Engel, Wustmann, Sanders auch Namen ins Spiel, die man normalerweise kaum kennt und die teilweise für bedeutende Werke der Linguistik im 19. Jahrhundert stehen: Ich jedenfalls bin neugierig geworden, was diese Leute geschaffen haben und was davon heute im Internet greifbar ist.

Reiners’ Buch habe ich übrigens als junger Mann ganz unwissenschaftlich mit Freude und (hoffentlich) Gewinn gelesen; was ich langfristig davon gelernt habe, weiß ich natürlich nicht.

http://www.sueddeutsche.de/kultur/linguistik-wie-man-leser-vor-schwindel-schuetzt-1.2454563 Aufsatz Steinfelds

http://www.kritische-ausgabe.de/hefte/reich/stirnemann.pdf (Stirnemann: Vorwurf des Plagiats)

http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/25559 (Dissertation Heidi Reuschels: Tradition oder Plagiat?, Bamberg 2014)

http://gutenberg.spiegel.de/buch/sprich-deutsch-2914/1 (Eduard Engel: Sprich Deutsch)

https://archive.org/details/DeutscheStilkunst (Engel: Deutsche Stilkunst, 30. Auflage 1922; er schimpft S. 52 ff. über „Vorgänger“, s. dort deren Namen und Buchtitel)

http://reader.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb11023730.html (Engel: Gutes Deutsch, 1918)

http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kmjb/engel/Aufsaetze-Engel.pdf (seine Aufsätze in den Karl-May-Jahrbüchern)

http://de.wikisource.org/wiki/Eduard_Engel (seine Werke)

http://de.wikipedia.org/wiki/Eduard_Engel (Biografie)

http://de.wikisource.org/wiki/Gustav_Wustmann (Werke Gustav Wustmanns)

https://archive.org/details/allerhandsprach02wustgoog (Wustmann: Allerhand Sprachdummheiten, 4. A. 1908)

http://de.wikisource.org/wiki/Daniel_Sanders (Werke Daniel Sanders’)

Wenn ich es richtig sehe, hat die Bemühung um guten deutschen Stil um 1800 eingesetzt – Kronzeuge ist J. C. Adelung:

https://archive.org/stream/ueberdendeutsch00adelgoog#page/n5/mode/2up Adelung: Über den Deutschen Styl, Bd. 1, 1800, 4. A.

https://archive.org/stream/bub_gb_h2QTAAAAQAAJ#page/n3/mode/2up dito, 1787, 2. A.

https://archive.org/stream/ueberdendeutsch02adelgoog#page/n10/mode/2up Adelung: Über den Deutschen Styl, Bd. 2, 1800 4. A.

https://archive.org/stream/ueberdendeutsch03adelgoog#page/n6/mode/2up dito, 1787, 2. A.

https://archive.org/stream/berdendeutschen00heingoog#page/n4/mode/2up Auszug aus Adelung, 1822; hier ist am Ende auch Literatur vermerkt, die zeigt, wie verbreitet die Bemühung um eine Verbesserung des Stils (und das hieß damals: Befreiung aus ungehobeltem Sprachgebrauch wie aus lateinischem Stil) war.

P.S. Das Buch Eduard Engels ist 2016 in Die Andere Bibliothek neu herausgegeben worden.

Deutsche Wörterbücher

Zufällig habe ich ein Verzeichnis der im Internet greifbaren deutschen Wörterbücher gefunden:

http://de.wikisource.org/wiki/W%C3%B6rterb%C3%BCcher, genauer (und eingegrenzt):

http://de.wikisource.org/wiki/W%C3%B6rterb%C3%BCcher#Deutsch

Die Vielzahl der (mir weithin unbekannten) Werke hat mich überrascht. Man muss aber die Frakturschrift lesen können, wenn man die alten Schätze nutzen will.

Ein Beispiel für viele ist der Autor Daniel Sanders:

http://de.wikisource.org/wiki/Daniel_Sanders (Werke Daniel Sanders’)

http://books.google.de/books?id=qXVJAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false (Wörterbuch 1. Band) = https://archive.org/details/Sanders-Daniel-Woerterbuch-der-Deutschen-Sprache

http://books.google.de/books?id=5HVJAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false (2. Band, 1. Hälfte) = https://archive.org/details/Sanders-Daniel-Woerterbuch-der-Deutschen-Sprache-Zweiter-Band-1

http://books.google.de/books?id=mHZJAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false (2. Band, 2. Hälfte) = https://archive.org/details/pt02wrterbuchderde02sanduoft

https://archive.org/stream/wrterbuchder00sanduoft#page/n3/mode/2up (Ergänzungswörterbuch der deutschen Sprache, 1885)

https://books.google.de/books?id=etpIAAAAcAAJ&printsec=frontcover&dq=inauthor:%22Daniel+Sanders%22&hl=de&sa=X&ei=vWU_VdPyFpaxaf3AgMgC&ved=0CDIQ6AEwAQ#v=onepage&q&f=false (Handwörterbuch der deutschen Sprache, 1869)

https://archive.org/stream/wrterbuchdeutsc00sandgoog#page/n15/mode/2up (Wörterbuch deutscher Synonymen, 2. A. 1882)

Suchmaschinen: Alternativen zu google

Alternativen zu google

Es gibt sicher viele Alternativen zu google – ich nenne hier einige Suchmaschinen bzw. Metasuchmaschinen, die für meine Fragestellungen (Germanistik, Literaturwissenschaft, Linguistik, Didaktik) gute Ergebnisse vorweisen und praktisch arbeiten:

http://www.info.com/ (google, yahoo, bing, yandex)

https://www.qwant.com/

https://ixquick.de/

https://swisscows.ch/ = https://hulbee.com/

https://www.bing.com/

(http://www.search.com/)

(http://www.etools.ch/ de in Grenzen)

Metager war für mich nie eine Alternative, die Suchergebnisse (bei beiden M.-Varianten) sind zu schräg. https://www.startpage.com/, aus dem gleichen Haus wie ixquick, liefert anonymisierte google-Ergebnisse.