Wörterbücher der Synonyme im Netz

Dass „Bildung des Verstandes durch die Sprache“(Eberhard) geschieht, ist die grundlegende Annahme. In der Einleitung der ersten Auflage von Eberhards synonymischem Handwörterbuch der deutschen Sprache (1837) werden folgende Leistungen der Synonymik genannt:

1. Die Synonymik befördert die Richtigkeit im Denken.

2. Die Synonymik bildet den Verstand und übt den Scharfsinn.

3. Sie gewährt Vergnügen.

  • Die Synonymik, ein Teil des Elementarunterrichtes.
  • Zu einem guten mündlichen und schriftlichen Vortrage.
  • Geistreiches Spiel mit sinnverwandten Wörtern.
  • Gebrauch bei dem Unterricht der Fremden in der deutschen Sprache.

Ich habe deshalb eine neue Link-Kategorie „Synonyme“ eingerichtet, worin verschiedene gute Wörterbücher aufgelistet sind; man muss einmal hineinschauen, um die Unterschiede zwischen ihnen zu erkennen. Das dort genannte Eberhard/Lyon ist die 16. und letzte Auflage von Eberhards Wörterbuch (man muss im oberen ABC suchen!), es umfasst 1600 Artikel. Eberhard 15. ist zwar nur die 15. Auflage mit gut 100 Artikeln weniger, hat dafür aber eine ausführliche Darstellung aller deutschen Vor- und Nachsilben (S. XIX ff.) sowie ein Register aller behandelten Wörter (S. 880 ff.), was insofern von Vorteil ist, als unter einem Stichwort auch mehrere verwandte Wörter behandelt werden (z.B. Brennen, Lodern, Glühen, Glimmen), die dann keinen eigenen Eintrag mehr erhalten.

Es geht bei der Suche nach Synonymen nicht darum, nur den Ausdruck zu wechseln, damit es schöner klingt und Wiederholungen vermieden werden (wie man gelegentlich in der Grundschule lernt), sondern darum, das wirklich treffende Wort zu finden.

Eberhards Wörterbuch ist großartig, aber natürlich über 100 Jahre alt – so findet man dort „demungeachtet“, aber nicht „nichtsdestotrotz“ – ein modisches Unwort, das aus „nichtsdestoweniger“ und „trotzdem“ zusammengeschustert worden ist und, so vermute ich, zunächst nur als Witz gemeint war, was viele nicht verstanden haben, wodurch es ein richtiges Wort geworden ist.

Die Kategorie „Wörterbücher, problematisch“ lösche ich: Wozu soll man problematische Wörterbücher eigens nennen? Es sind dies Wörterbücher, die nur im Netz existieren und wo jeder eintragen kann, was ihm an Bedeutungen einfällt – danach sind sie dann auch.

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Qualität von Wikipedia überprüfen

Dass es Wikipedia gibt, ist oft hilfreich; die Qualität des Artikel wird jedoch gelegentlich in Zweifel gezogen, da jeder schreiben könne, was er wolle – ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es sein kann, Fehler in der Wikipedia zu berichtigen.

Es gibt nun eine Seite, auf der man die Qualität von Wikipedia-Artikeln überprüfen kann (nicht inhaltlich, sondern statistisch nach Merkmalen des Bearbeitens): http://www.wikibu.ch/index.php. Also ganz einfach mal reinschauen!

Gedichte zu bestimmten Themen

Die Deutsche Gedichtebibliothek“ (https://gedichte.xbib.de/) will ein Gesamtverzeichnis deutschsprachiger Gedichte sein; die Sammlung ist insofern interessant, als sie verschiedene Suchfunktionen anbietet, u.a. nach bestimmten Stichworten im Titel der Gedichte.

Außerdem gibt es eine Fortsetzungsseite: „Kürzlich hinzugefügte Gedichte“: https://gedichte.xbib.de/liste_neue_gedichte_1.html

Nicht immer nur googeln…

Nicht immer nur googeln…

Tipps von KollegInnen für KollegInnen

– Christian Mantsch

– Ulrike Hemmert

– Eva-Susanne Graffmann

– Renate Kuffart

– Jürgen Spitzlay

Folien des Sammelvortrags vom 18. März 2014 – 5. Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Kirchlichen Hochschulbibliotheken (AGKH) in Bamberg

http://www.pthv.de/fileadmin/user_upload/Bibliothek/Schulungen/Nicht%20immer%20nur%20googeln_2014.pdf

Fairerweise muss ich sagen: Am 6. August 2017 habe ich meine Analyse eines Brentano-Gedichts nach einem Tag allein bei google gefunden.

google und Metager

sind derzeit, was das Finden neuer Beiträge angeht, die lahmsten Enten von allen großen Suchmaschinen: Nach vier Tagen finden sie meinen neuesten Beitrag in norberto42.wordpress.com oder http://dito42.blogspot.de nicht, während die anderen Suchmaschinen ihn anzeigen. Google war früher viel besser, nach einem Tag wurde dort ein neuer Beitrag präsentiert.

Metager ist sowieso der letzte Schrott: Was die alles als „Ergebnis“ anbieten, hat mit der Suchfrage nicht viel zu tun. Wer’s nicht glaubt, kann ja mal „Motiv Wort, Worte in Faust I“ bei Metager eingeben, dann bekommt er außerordentlich lustige Ergebnisse.

Meine alte Empfehlung für „seroius search“ habe ich gelöscht; es lohnt nicht, damit zu suchen.

P.S. Ein aus guten Gründen anonym bleibender „Carsten“ hat bei http://norberto42.blogspot.de/2016/11/google-und-metager.html kommentiert: „Okay, habe es bei MetaGer eingegeben: Sind doch Superergebnisse, wo ist das Problem genau?“ Das Problem ist, dass z.B. bei den ersten zehn Ergebnissen fünf überhaupt nichts mit „Faust“ zu tun haben und die übrigen fünf keine Suchergebnisse zur Frage sind. Metager findet wenigstens „Die Wortproblematik, ein Motiv in Faust I“, während google auch heute (14.11.) gar nichts findet.

Zweites P.S. (09.12.16)

In einer weiteren Antwort hat Carsten Riel (diesmal mit Namen) die Tatsache, dass MetaGer ein Metasucher ist, für die Ausfälle beim Suchen verantwortlich gemacht. Das ist aber nicht zutreffend: Andere Metasucher liefern bessere Ergebnisse als MetaGer. 

Drittes P.S. (09.12.16)

Ich habe gerade noch einmal mit „Goethe: Faust – Motiv Worte, Wortproblematik“ einen Test gemacht: Das richtige Ergebnis liefern MetaGer, Ixquick, unbubble, oneseek, unbubble, metacrawler=excite, dogpile und ecosia.org.; manche von früher bekannte Metasucher fallen einfach aus, lassen endlos warten oder liefern nichts; eTools liefert das richtige Ergebnis, aber mit Hindernissen. Google liefert inzwischen ebenso das Ergebnis, natürlich auch Bing, Duckduckgo und Swisscows oder http://search.lilo.org/.

Viertes P.S.

Test am 11.12.2016 mit den Suchworten ‚Faust I: Auerbachs Keller, Hexenküche‘, die ersten 20 Ergebnisse:

Quant = Swisscows (= Hulbee) = Duckduckgo (Bei anderen Suchwörtern weicht Duckduckgo von Quant ab, ebenso Swisscows!)

Bing = lilo = ecosia (weicht wie lilo bei anderen Suchwörtern von Bing ab!)

Google ist selbständig. Selbständig, aber viel Irrelevantes bieten oneseek, excite (mit Reklame), eTools und MetaGer (ebenfalls mit Reklame). Dogpile hat entsetzlich viel Reklame. Ixquick und Unbubble haben nur wenige Treffer zu diesen Suchworten.

Fazit: Quant, Duckduckgo, Bing und Google sind selbständig und bieten relativ relevante Treffer. Es genügt, in diesen vier Maschinen zu suchen.  

Weblogs im Zusammenhang mit dem Unterricht

Ich bringe hier einen Vortrag aus dem Jahr 2009, dessen Links größtenteils veraltet sind, als ein Dokument jener Jahre – ich habe es aus dem Cache bei exalead gerettet, nachdem kulando.de im Herbst 2015 ohne Vorwarnung abgeschaltet worden ist:

Für den Hessischen Schulbibliothekstag 2009 (21. März in Hofheim) habe ich einen Vortrag zum Thema „Weblogs im Zusammenhang mit dem Unterricht“ konzipiert. Mangels Interesse ist der Vortrag gestrichen worden – hier ist er:

Standarddefinition: Ein Weblog ist ein Tagebuch.’
Das ist aber nicht ganz richtig, weil damit nur eine mögliche Funktion der Weblogs erfasst wird.

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Ich stelle fest, dass die Wiedergabe des alten Aufsatzes bei blogger.com schöner als bei wordpress.com ist. Hier steht also der ganze Aufsatz: http://norberto42.blogspot.de/2016/03/weblogs-im-zusammenhang-mit-dem.html

Außerdem:

http://www.bib-info.de/fileadmin/media/Dokumente/Kommissionen/Kommission%20f%FCr%20One-Person-Librarians/Checklisten/check18.pdf

http://praxistipps.chip.de/blog-erstellen-mit-blogspot-in-3-minuten-so-gehts-kostenlos_23980 sowie die Suchworte „weblog erstellen“!

Plagiate finden

Normalerweise genügt es, einige Stellen aus einem Text – mit Anführungszeichen versehen – bei google einzugeben, um zu prüfen, ob der fragliche Text irgendwo abgekupfert ist; bei Arbeiten in Literaturkursen wird man darauf achten müssen, dass man Namen leicht durch andere ersetzen kann.

Es gibt aber auch Maschinen, die einem die Arbeit abnehmen; einige seien hier genannt, dazu gibt es nicht genannte tools zum Herunterladen, und vor allem ist der im letzten Link genannte Kurs zu empfehlen:

http://www.plagiatefinder.de/

http://www.plagscan.com/plagiatcheck/analyse.php

http://sucodo.de/ bzw. http://sucodo.de/run/?start-with=de

http://plagiarisma.net/de/

http://www.copyscape.com/

http://www.urheberrecht.justlaw.de/plagiate-finden.htm (Linksammlung)

http://plagiat.htw-berlin.de/ff/startseite/fremde_federn_finden (Kurs: Fremde Federn finden)

Vgl. auch den alten Beitrag https://norberto68.wordpress.com/2011/03/11/fremde-federn-finden-kurs-uber-plagiat/!

Schülerlexikon – Lernhelfer

Das alte Schülerlexikon Deutsch hat seinen Geist aufgegeben und ist in die Reihe Duden-Lernhelfer integriert worden: https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/ (Übersicht: alle Fächer). Für Deutsch gibt es zwei Ausgaben, in denen die Artikel systematisch geordnet sind (am besten probiert man es einfach mal aus):

https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/deutsch (Sek I)

https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/deutsch-abitur (Sek II)