Sprachkritik und Stilistik (Eduard Engel, Ludwig Reiners)

Thomas Steinfeld hat in einem Aufsatz („Wie man Leser vor Schwindel schützt“, 28. April 2015) in der SZ über den Streit um die „Stilkunst“ von Ludwig Reiners berichtet. Es gibt seit gut zehn Jahren den Vorwurf Stefan Stirnemanns, Reiners’ Buch sei ein Plagiat von Eduard Engels „Deutsche Stilkunst“. Dazu gibt es jetzt eine Dissertation von Heidi Reuschel („Tradition oder Plagiat?“), von der der Vorwurf des Plagiats bestritten, aber die Tatsache überaus starker Anlehnung an Engels Buch nachgewiesen wird.

Steinfelds Aufsatz regt nicht nur dazu an, über die Wirksamkeit stilistischer Ratgeber und Korrekturen nachzudenken, sondern bringt mit den Autoren Engel, Wustmann, Sanders auch Namen ins Spiel, die man normalerweise kaum kennt und die teilweise für bedeutende Werke der Linguistik im 19. Jahrhundert stehen: Ich jedenfalls bin neugierig geworden, was diese Leute geschaffen haben und was davon heute im Internet greifbar ist.

Reiners’ Buch habe ich übrigens als junger Mann ganz unwissenschaftlich mit Freude und (hoffentlich) Gewinn gelesen; was ich langfristig davon gelernt habe, weiß ich natürlich nicht [doch, ich weiß, dass der Nominalstil nicht gut ist, dass die deutsche Sprache also den (Neben)Satz liebt].

http://www.sueddeutsche.de/kultur/linguistik-wie-man-leser-vor-schwindel-schuetzt-1.2454563 Aufsatz Steinfelds

http://www.kritische-ausgabe.de/hefte/reich/stirnemann.pdf (Stirnemann: Vorwurf des Plagiats)

http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/25559 (Dissertation Heidi Reuschels: Tradition oder Plagiat?, Bamberg 2014)

http://gutenberg.spiegel.de/buch/sprich-deutsch-2914/1 (Eduard Engel: Sprich Deutsch)

https://archive.org/details/DeutscheStilkunst (Engel: Deutsche Stilkunst, 30. Auflage 1922; er schimpft S. 52 ff. über „Vorgänger“, s. dort deren Namen und Buchtitel)

http://reader.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb11023730.html (Engel: Gutes Deutsch, 1918)

http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/kmjb/engel/Aufsaetze-Engel.pdf (seine Aufsätze in den Karl-May-Jahrbüchern)

http://de.wikisource.org/wiki/Eduard_Engel (seine Werke)

http://de.wikipedia.org/wiki/Eduard_Engel (Biografie)

http://de.wikisource.org/wiki/Gustav_Wustmann (Werke Gustav Wustmanns)

https://archive.org/details/allerhandsprach02wustgoog (Wustmann: Allerhand Sprachdummheiten, 4. A. 1908)

http://de.wikisource.org/wiki/Daniel_Sanders (Werke Daniel Sanders’)

Wenn ich es richtig sehe, hat die Bemühung um guten deutschen Stil um 1800 eingesetzt – Kronzeuge ist J. C. Adelung:

https://archive.org/stream/ueberdendeutsch00adelgoog#page/n5/mode/2up Adelung: Über den Deutschen Styl, Bd. 1, 1800, 4. A.

https://archive.org/stream/bub_gb_h2QTAAAAQAAJ#page/n3/mode/2up dito, 1787, 2. A.

https://archive.org/stream/ueberdendeutsch02adelgoog#page/n10/mode/2up Adelung: Über den Deutschen Styl, Bd. 2, 1800 4. A.

https://archive.org/stream/ueberdendeutsch03adelgoog#page/n6/mode/2up dito, 1787, 2. A.

https://archive.org/stream/berdendeutschen00heingoog#page/n4/mode/2up Auszug aus Adelung, 1822; hier ist am Ende auch Literatur vermerkt, die zeigt, wie verbreitet die Bemühung um eine Verbesserung des Stils (und das hieß damals: Befreiung aus ungehobeltem Sprachgebrauch wie aus lateinischem Stil) war.

P.S. Das Buch Eduard Engels ist 2016 in Die Andere Bibliothek neu herausgegeben worden.

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Deutsche Wörterbücher

Zufällig habe ich ein Verzeichnis der im Internet greifbaren deutschen Wörterbücher gefunden:

http://de.wikisource.org/wiki/W%C3%B6rterb%C3%BCcher, genauer (und eingegrenzt):

http://de.wikisource.org/wiki/W%C3%B6rterb%C3%BCcher#Deutsch

Die Vielzahl der (mir weithin unbekannten) Werke hat mich überrascht. Man muss aber die Frakturschrift lesen können, wenn man die alten Schätze nutzen will.

Ein Beispiel für viele ist der Autor Daniel Sanders:

http://de.wikisource.org/wiki/Daniel_Sanders (Werke Daniel Sanders’)

http://books.google.de/books?id=qXVJAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false (Wörterbuch 1. Band) = https://archive.org/details/Sanders-Daniel-Woerterbuch-der-Deutschen-Sprache

http://books.google.de/books?id=5HVJAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false (2. Band, 1. Hälfte) = https://archive.org/details/Sanders-Daniel-Woerterbuch-der-Deutschen-Sprache-Zweiter-Band-1

http://books.google.de/books?id=mHZJAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false (2. Band, 2. Hälfte) = https://archive.org/details/pt02wrterbuchderde02sanduoft

https://archive.org/stream/wrterbuchder00sanduoft#page/n3/mode/2up (Ergänzungswörterbuch der deutschen Sprache, 1885)

https://books.google.de/books?id=etpIAAAAcAAJ&printsec=frontcover&dq=inauthor:%22Daniel+Sanders%22&hl=de&sa=X&ei=vWU_VdPyFpaxaf3AgMgC&ved=0CDIQ6AEwAQ#v=onepage&q&f=false (Handwörterbuch der deutschen Sprache, 1869)

https://archive.org/stream/wrterbuchdeutsc00sandgoog#page/n15/mode/2up (Wörterbuch deutscher Synonymen, 2. A. 1882)

Suchmaschinen: Alternativen zu google

Alternativen zu google

Es gibt sicher viele Alternativen zu google – ich nenne hier einige Suchmaschinen bzw. Metasuchmaschinen, die für meine Fragestellungen (Germanistik, Literaturwissenschaft, Linguistik, Didaktik) gute Ergebnisse vorweisen und praktisch arbeiten:

http://www.info.com/ (google, yahoo, bing, yandex)

https://www.qwant.com/

https://ixquick.de/

https://swisscows.ch/ = https://hulbee.com/

https://www.bing.com/

(http://www.search.com/)

(http://www.etools.ch/ de in Grenzen)

Metager war für mich nie eine Alternative, die Suchergebnisse (bei beiden M.-Varianten) sind zu schräg. https://www.startpage.com/, aus dem gleichen Haus wie ixquick, liefert anonymisierte google-Ergebnisse.

Sammlungen digitalisierter Bücher

In den letzten Tagen habe ich versucht, die deutschen Märchensammlungen des 19. Jahrhunderts zu finden, und zwar die Titel wie auch die Texte. Die Texte sind nämlich sämtlich gemeinfrei und fast immer im Internet digitalisiert greifbar. Ich habe dann versucht, außer meiner Standardquelle archive.org weitere Quellen digitalisierter Texte (neben zeno.org und gutenberg.de, die ich als bekannt voraussetze) zu finden. Das ist dabei herausgekommen:

https://archive.org

http://onlinebooks.library.upenn.edu

https://openlibrary.org/

http://www.digitalisiertedrucke.de/

http://www.hs-augsburg.de/~harsch/augustana.html

http://oaister.worldcat.org/advancedsearch

http://www.europeana.eu/portal/

http://www.deutschestextarchiv.de/ (Titel und Text im Korpus)

http://books.google.com/

Und hier sind einige wichtige Linksammlungen für ähnliche Quellen:

http://www.kisc.meiji.ac.jp/~mmandel/recherche/digitalisierung.html (Links)

http://www.hs-augsburg.de/mebib/opac/eldoc.html (Links)

http://de.wikisource.org/wiki/Digitale_Sammlungen (Links)

Wer weitere gute Seiten weiß, möge sie mir bitte mitteilen, per Kommentar hier oder per mail an norbert tiefstrich tholen ät web.de.

„Zigeunerin“ – die Suchfunktion bei zeno.org

Dieser Tage las ich Bechsteins Märchen „Star und Badewännlein“ (in: Deutsches Märchenbuch, 1857). Darin erweist sich zum Schluss, dass eine Zigeunerin [darf man heute nicht mehr sagen, aber so steht es im Text] die Königstochter als kleines Kind gestohlen hatte; sie wird (zu Recht, denkt der biedere Märchenleser) vom Bruder der Geraubten getötet, indem er ihr sein Schwert durch die Ohren stößt; der Star singt zum Schluss:

„Der Zigeunerin tun die Ohren so weh,

Sie wird keine Kinder stehlen mehr!“

Als ich das las, fragte ich mich: Welches Bild gibt die Zigeunerin in der deutschen Literatur ab, und wie ist es zu diesem Bild gekommen? Die zweite Frage ist vermutlich schwer zu beantworten, die erste heute nicht mehr. Bei zeno.org gibt es eine Suchfunktion, da kann man „Nur in Literatur“ anklicken und sich zeigen lassen, in welchen Zusammenhängen (Texten) das Wort „Zigeunerin“ in der dort gespeicherten deutschen Literatur auftaucht. Ich drucke hier nur drei Beispiele ab:

 

Ludwig Ausbacher: Wie die sieben Schwaben von einer Zigeunerin sich wahrsagen lassen (aus: Ein Volksbüchlein, 1878/79)

Die sieben Schwaben hatten aber auf dem Wege dahin noch viele Abenteuer zu bestehen, woran sicher die Zigeunerin schuld war, die alte Hex‘. Die saß nämlich außerhalb Kriegshaber an einer Staude am Weg, und kochte ein wunderliches Zeug durch einander. – Knöpfle sind’s einmal nicht, sagte der Knöpfleschwab, als er in den Kessel hinein guckte; und der Blitzschwab meinte gar, er sehe auf der schwarzbraunen Brüh statt Pfeffer und Schmalz, Mausdreck und Krötenaugen schwimmen, so daß es ihm fast den Magen im Leibe umkehrte. Der Spiegelschwab aber ging auf die Zigeunerin zu, und sagte: Alte Trampel! du mußt mir wahrsagen. Die besah ihm die Hand, und sagte:

Wer Weiberjoch auf sich muß tragen,

Hat wol von großer Noth zu sagen.

Die Blitzhex redet wahr, sagte der Spiegelschwab, und schob den Gelbfüßler hin. Dem lugte sie auch in die Hand, und sagte:

Einem, der ist übermannt,

Dem ist das Fliehen keine Schand‘.

Die stichelt auf meine Stiefele, dachte er, und sie weiß, daß ich laufen kann. Da die beiden Gesellen mit der Wahrsagerin zufrieden zu sein schienen, so folgten auch die andern. Und zum Seehasen sagte sie:

Ein Ding man leget manchem vor,

Wenn man es thät, der wär ein Thor.

Zum Knöpfleschwaben sagte sie:

Was man erspart an seinem Mund,

Das frißt die Katze oder Hund.

Zum Nestelschwaben sagte sie:

Den Esel kennt man an den Ohren,

An der Red‘ Weise und Thoren.

Zum Allgäuer sagte sie:

Der Wagen wird nicht wohl geführt,

Wenn Ochsen ungleich angeschirrt.

Bygost! sagte der Allgäuer, das hab‘ ich selber schon oft erfahren, wenn ich hab‘ Mist ausgeführt. Die Hex‘ sieht einem, wägerle! durch das Herz. Der Blitzschwab aber, der tiefer in den Hafen geguckt, wollte mit der Heidin nichts zu schaffen haben, sondern stieß ihr vielmehr den Kessel um und ins Feuer, so daß dieses mit Prasseln auseinander gefahren und ausgeloschen ist. Die Zigeunerin aber, voller Zorn, rief ihm mit schätternder Stimme nach:

Jungfrau Lieb‘ ist fahrend Hab‘,

Heut »Herzliebster«, morgen »Schabab«.

Und so konnten denn die sieben Schwaben ihrem Schicksal nicht entgehen.

 

Ferdinand von Saar: Die Zigeunerin (1888)

 

Drängende Hast in wilder Geberde,

Gabe heischend mit thierischem Laut,

Steht sie vor mir, wie entwachsen der Erde,

Daß es in tiefster Seele mir graut.

 

Aus dem Antlitz mit grellem Funkeln

Schauen die Augen voll Gier und Trutz,

Um die Glieder, die schlanken, dunkeln,

Hängt es in Lumpen, starrend von Schmutz.

 

Doch so gewahr‘ ich strotzende Brüste,

Feingeformt wie die schmale Hand,

Und durch die Hülle, die lose, wüste,

Dämmert der Hüfte schwellender Rand. –

 

Daß er zuletzt noch mit dir versöhne,

Brauner Unhold, verfehmtes Weib,

Weisest du achtlos in seiner Schöne

Sieghaften Zaubers den Menschenleib!

 

Hermann von Lingg: Die Zigeunerin (1905)

 

Sechzehn Jahr alt ist die kleine

Sittah, die Zigeunerin.

Wild wie sie tanzt keine, keine

Schwingt wie sie das Tamburin.

 

Kauernd an der alten Mauer

Vor des Mohrenkönigs Tor

Fand ich sie im Fieberschauer,

Und ich hob sie sanft empor.

 

Fliehe, sprach sie, geh vorüber,

Tödlich ist mein Fieberhauch!

Kind, erwidert‘ ich, am Fieber,

Ach, am schlimmsten leid‘ ich auch:

 

Liebe heißt es, dies verzehrend

Heiße Fieber; doch gesund

Küsse, mir nicht länger wehrend,

Küsse mich dein roter Mund. –

 

Die gleiche Suchfunktion bietet http://gutenberg.spiegel.de/; dort muss man nur darauf achten, dass man nicht beim SPIEGEL sucht, sondern die untere Suchfunktion von gutenberg.de erwischt; in den genannten Texten ist das gesuchte Wort dann gelb markiert. Die Suche bei gutenberg.spiegel.de bringt aber mehr Arbeit als die bei zeno.org, weil bei gutenberg.de auch zahlreiche ausländische Titel gespeichert sind und in die Suche einbezogen werden; wer sich also speziell für deutsche Literatur interessiert, muss die Ergebnisse dort stärker filtern – wer sich jedoch auch für ausländische Literatur (in deutscher Übersetzung!) interessiert, ist bei gutenberg.de besser aufgehoben. Aber auch bei zeno.org werden ausländische Werke der Weltliteratur präsentiert – filtern muss man je nach Suchauftrag also immer. Um auf die Zigeunerin zurückzukommen: Vielleicht ist die Frage nach dem Bild der Zigeunerin in der deutschen Literatur zu eng gestellt, vielleicht muss man die europäische Literatur beachten, wenn man ein vollständiges Bild erhalten will? Aber in Schule und Hochschule haben auch eingeengte Fragestellungen ihr Recht – man muss dann nur wissen, dass die Frage eng gestellt ist. Was praktisch nicht klappt, ist der Versuch, etwa die Verwendung des Wortes „Zigeunerin“ bei Goethe zu untersuchen: a) Man weiß nicht, ob der ganze Goethe zum Suchen bereitgestellt wird; b) es gibt viele Nieten, bei denen irgendwie die Wörter „Goethe“ und „Zigeunerin“ zusammen vorkommen, ohne dass Goethe der Autor wäre.

Ich habe einen Test vorgenommen: „intellektuelle Redlichkeit“ bei Nietzsche erforschen. Das Ergebnis war bei zeno.org.philosophie: „Nietzsche +Redlichkeit“ 8 Ergebnisse, alle nicht von Nietzsche; „intellektuelle Redlichkeit“ 19 Ergebnisse, davon 2 von Nietzsche. Bei gutenberg.de: „Redlichkeit +Nietzsche“ 106 Ergebniss; „intellektuelle Redlichkeit“ 116 Ergebnisse, davon die meisten nicht von Nietzsche; „intellektuelle Redlichkeit +Nietzsche“ 36 Ergebnisse, davon 14 von Nietzsche. Fazit: In diesem Fall war gutenberg.de weitaus ergiebiger als zeno.org.

Eine ähnliche Suchfunktion gibt es bei http://www.deutschestextarchiv.de/.

Mit diesen Suchfunktionen gibt es also einige Möglichkeiten, bestimmte Themen (Stichwörter) in der gemeinfreien deutschen Literatur bis ins frühe 20. Jahrhundert zu untersuchen – man braucht nur etwas Geschick und Sitzfleisch sowie die Fähigkeit, gefundene Belege systematisch zu ordnen.

Neuer Physiologus – eine Enzyklopädie

Zufällig bin ich heute beim Stichwort „Spiegelbild“ auf den Neuen Physilogus gestoßen. So stellt er sich selbst vor:

Enzyklopädie der Erfahrungen

Dieser Neue Physiologus
(nicht der erste, aber der neueste)
erklärt Mensch und Welt
sowie deren Beziehungen endlich (vorläufig) richtig.

Was in anderen Enzyklopädien
oft fehlt, ungenügend oder gar falsch bestimmt ist –
Sie finden es auf diesen Seiten
anschaulich erklärt, ausführlich beschrieben und sinnreich geordnet – vollkommen unparteiisch: […]

… aller Versuche, die Welt zu verstehen, –
wird mit dem gleichen Respekt gedacht.

In der Tradition des ehrwürdigen Pierre Bayle werden
mehrfache Verstehensversuche („Definitionen“) neben-/nacheinander notiert,
anders als bei Bayle aber kommentarlos;
so soll der Anschein vermieden werden, hier solle der Skepsis Vorschub geleistet werden.

Wissen ist ein Prozeß, Enzyklopädien sind also immer vorläufig:
mit Korrekturen ist jederzeit zu rechnen.

Die Definitionen sind weitgehend an Erfahrung orientiert
(„eine gewisse zarte Empirie…“), ohne daß aber die Imagination,
die „feeische Führerin“ (Poe), vernachlässigt würde. —

Und hier die Adresse, es lohnt sich, einmal hineinzuschauen: http://www.physiologus.de/phy-frm.htm

Sammlungen und Listen von Lexika

Es ist unglaublich, welche Vielzahl von Enzyklopädien und Lexika heute im Netz greifbar ist. Ich habe deshalb versucht, eine Liste der wichtigsten Sammlungen von Lexika anzulegen. Ich kann nur empfehlen, darin tüchtig herumzustöbern…

https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Nachschlagewerke_im_Internet/Allgemeine_Lexika

http://de.wikisource.org/wiki/Enzyklop%C3%A4dien_und_Lexika

https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=linksammlungen:fabio:start

http://www.erlangerliste.de/ressourc/lex.html

http://www.retrobibliothek.de/retrobib/index.html

http://lotse.uni-muenster.de/ethnologie_volkskunde/fakten_suchen_und_nachschlagen/lexika_und_andere_nachschlagewerke/lexika-de.php (dort weitersuchen und -klicken!)

http://www.uni-leipzig.de/~kuwi/kuwi_links_volltext.html

http://www.historischesportal.uni-kiel.de/lexika.htm

http://www.enzyklopaedie.ch/

Vgl. die Kategorie „Lexika“ am linken Rand!

Schülerlexikon Deutsch

Dieses Lexikon von Duden gibt es kostenlos im Internet: http://m.schuelerlexikon.de/deu_abi2011/index.htm

Es ist ein gutes Hilfsmittel, sollte man selber mit Lesezeichen sichern und auch den Schülern empfehlen. Allerdings muss man sich bei seiner Nutzung manchmal intelligent anstellen. So gibt es nicht das Stichwort „Barock“, sondern „Zeit des Barock“ unter Z; nicht „Romantik“, sondern „Begriff der Romantik unter B; nicht „Eichendorff“, sondern „Joseph von Eichendorff“ unter J. – Wenn man aber einmal ein Stichwort gefunden hat, geht das weitere Suchen leicht: Unten auf der Seite stehen „Verwandte Themen“.

Der andere Weg, mit dem Lexikon umzugehen, ist der Zugriff auf das Inhaltsverzeichnis und seine Systematik:

http://www.schuelerlexikon.de/SID/6da3fbff944fabe24096926f668867e5/lexika/deusek2/index.htm. Da findet man sich als normaler Studierter leichter zurecht, denke ich. Wenn man Pech hat, springt der Link aber zurück. Auf jeden Fall kommt man mit folgendem Link weiter:

http://www.schuelerlexikon.de/SID/6da3fbff944fabe24096926f668867e5/search.php?page=0; da gibt man oben in der Suchmaske sein Stichwort ein, z.B. „Eichendorff“, und dann bekommt man alle Seiten angeboten, auf denen etwas zu Eichendorff steht. – Wie üblich ist also die Wissenschaft des Suchens die Mutter aller Funde.

Das Schülerlexikon „Basiswissen Deutsch“ (für Kl. 10, aber auch den Älteren kann’s nicht schaden) findet man unter

http://www.schuelerlexikon.de/SID/6da3fbff944fabe24096926f668867e5/lexika/deutsch/index.htm – es ist aber ein bisschen simpel und erklärt z.B. irgendwelche angeblich bestehenden Wortarten, ohne die Problematik des Begriffs zu erläutern; dieses Grammatik- oder Sprachwerk ist aber auch in den dritten Link integriert, man braucht es also nicht eigens zu installieren.

Alte Rechtschreibung – Regeln und Wörterbuch (Wörterliste)

Nicht weil ich die alte Rechtschreibung fördern möchte, sondern weil manche Leute sie brauchen, habe ich gesucht und gefunden:

http://home.ivx.de/t600348/Rechtschreibung/Deutsch5.pdf (Icklers Zusammenstellung der Regeln der alten Rechtschreibung)

https://archive.org/details/Regeln-fuer-die-deutsche-Rechtschreibung (Regeln für die deutsche Rechtschreibung, 1908)

http://www.korrekturen.de/wortliste_w.shtml (Gegenüberstellung alt – neu) – Liste der Wörter (Wörterbuch)

http://www.fehlerlos.de/alte-und-neue-rechtschreibung.htm (Wortliste alt/neu)

http://www.fehler-haft.de/wissen/altundneu.html (dito, etwas kürzer)

http://deutsche-rechtschreibung.org/ (Wörterbuch der deutschen Rechtschreibung, wo alte und neue Rechtschreibung nebeneinander stehen – Mistseite, vor lauter Reklame kommt man kaum noch zum Suchen!)

http://www.vrs-ev.de/regverg_teil1.php (Gegenüberstellung der Regeln: neue – alte Rechtschreibung; nur Teil 1 ist fertig!)

sowie www.addons.mozilla.org/de/firefox/addon/deutsch-alte-rechtschreibung/ (firefox-addon!)

http://www.vrs-ev.de/index.php (konservativer Verein zur Pflege der alten Rs.)

Wer dagegen die gültigen Regeln der Rechtschreibung sucht, findet sie hier:

http://www.ids-mannheim.de/service/reform/ (gültige Regeln der neuen Rechtschreibung)

http://www.canoo.net/services/GermanSpelling/ueberblick/index.html (dito, mit Wörterbuch)

http://www.duden.de/rechtschreibregeln (dito)

http://uploader.wuerzburg.de/rechtschreibreform/a-regeln.html (dito)

http://www.rechtschreibrat.com/ (dito)

Vgl. den Artikel „Deutsche Rechtschreibung“

Die Nachrichtenagenturen haben in den Wörterbüchern diejenigen Wörter erhoben, zu denen von Duden oder von Wahrig Schreibempfehlungen gegeben werden. Aus dieser Liste haben sie etwa 1500 Beispiel-Wörter ausgewählt, um die Agenturschreibweisen zu dokumentieren: http://www.die-nachrichtenagenturen.de/Agenturschreibweisen%20gesamt.pdf. Eine zweite Liste enthält die gut 500 Wörter, bei denen Duden und Wahrig unterschiedliche Empfehlungen geben und bei denen Agenturen daher von jeweils einer der beiden Empfehlungen abweichen müssen: http://www.die-nachrichtenagenturen.de/wortlisten.htm. Die Entscheidungen der Agenturen sind gut nachvollziehbar – in dem Sinn ist es zu empfehlen, sich deren Empfehlung zu eigen zu machen.

Vgl. auch die Empfehlungen der Schweizer Orthographischen Konferenz!