Einführung in die Erzähltheorie

Ich nenne hier die Einführungen, die bei kurzem Suchen derzeit (April 2015) im Internet greifbar sind:

http://www.hengelhaupt.de/deutsch/ (verständliche Einführung in die Theorie Genettes, knapp, mit Literaturangaben und Links)

http://www.beate-jonscher.de/theorie/erzaehler/Martinez_Einfuehrung_Erzaehltheorie.pdf (Referat Martinez-Scheffel = Genette)

http://www.jungeforschung.de/grundkurs/erzaehlen2.pdf (Einführung nach Genette bzw. Martinez/Scheffel)

http://www.literaturwissenschaft-online.uni-kiel.de/veranstaltungen/einfuehrungsvorlesungen/2009/IX.pdf (Einführung in kritischem Anschluss an Genette, systematisch)

http://www.li-go.de/prosa/prosa/erzaehltextanalyse.html (Einführung im Anschluss an Genette, ergänzt um weitere Autoren, sehr systematisch und ausführlich)

http://www.litlog.de/distinktionsgewinn/ (Buchbesprechung Köppe/Kindt, Erzähltheorie, Reclam 2014)

http://ifb.bsz-bw.de/bsz403099706rez-1.pdf (dito)

http://stuff.jworld.ch/farsi/uzh/literatur/modern/hedayat/tutorat/uzh-lit-mo-tuthedayat-erzaehltheorie.pdf (Einführung im Anschluss an Monika Fludernik, traditionell, systematisch)

Es zeigt sich, wie bereits auf der ersten genannten Seite gesagt wird, dass die Lehrbücher der Sekundarstufe II (und die Aufgabenstellungen im Zentralabitur, zumindest in NRW) an der inzwischen überholten Erzähltheroie Stanzels orientiert sind, die ich selber auch gelernt habe und anwende – hier zeigt sich wieder, dass neue Theorien sich durchsetzen, wenn/weil die Vertreter der alten Theorie aussterben.

Vielleicht sollte man noch auf Matias Martinez: Handbuch Erzähltheorie, Metzler 2011, hinweisen

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Personales Erzählen (zu Stanzel)

1. Personales Erzählen (nach Metzler Lexikon Literatur, 2007)

Der Erzähler erzählt perspektivisch, vom Standpunkt einer Figur aus; er adaptiert gleichsam die Einstellungen der Figur.

Auf die anderen Figuren hat er nur eine Außensicht.

Erzähltechnisch wird das p.E. durch Darbietungsweisen wie die erlebte Rede und den inneren Monolog realisiert.

* Erlebte Rede

– bietet Figurenbewusstsein ohne Verben des Sagens und Fühlens dar;

– hält am Erzähler als Sprecherinstanz fest, verändert nicht die Formen der Syntax und des Tempus.

* Innerer Monolog

– ist eine nicht erkennbar durch den Erzähler vermittelte Präsentation von Gedanken, Eindrücken, Gefühlen,

– als ob sie direkt wiedergegeben würden: Ich-Form, Präsens, Syntax des Bewusstseinsstroms.

 

2. Bei teachsam wird die szenische Darstellung dem personalen Erzählen zugeordnet, bei MLL nicht direkt. Nach MLL gehören verschiedene narrative Formen des Dialogs zur s.D., (inquit-Formeln, auktoriale Regieanweisungen, verkürzter Handlungsbericht),

anderseits die unkommentierte Spiegelung der dargestellten Wirklichkeit im Bewusstsein einer Romangestalt [Nähe zum personalen Erzählen].

Das Konzept „personales Erzählen“ wird normalerweise im Rahmen von Stanzels Erzähltheorie gedacht. Eine Darstellung neuerer Erzähltheorie, die über Stanzel hinausgeht:

http://www.li-go.de/definitionsansicht/prosa/erzaehltextanalyse.html

Das entscheidende Stichwort ist hier „Modus“.

Eine andere größere Darstellung ist http://www.literaturwissenschaft-online.uni-kiel.de/e-learning/erzaehlsituationen/Einfuehrung_start.htm

 

3. Weitere Links:

http://www.teachsam.de/deutsch/d_literatur/d_gat/d_epik/strukt/erzpers/erzpers_3_1.htm (große Darstellung)

http://www.teachsam.de/deutsch/d_literatur/d_gat/d_epik/strukt/erzpers/erzpers0.htm (und ihr Kontext)

http://www.fernuni-hagen.de/EUROL/termini/welcome.html (9.2 Erzähltextanalyse)

http://www.lehrerfreund.de/medien/deutschunterricht/erzaehlperspektive/AB_erzaehlperspektiven.pdf

http://www.litde.com/grundlagen-der-textgestaltung/grundlagen-narrativer-texte/

http://www.berlinerzimmer.de/heins_erzaehl.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Erzählperspektive

http://de.wikipedia.org/wiki/Erzähltheorie

 

4. Fazit:

a) Der Begriff p.E. ist nicht eindeutig klar.

b) Die Erzähltheorie ist in Bewegung.