Zentralabitur Deutsch NRW 2015, Lk – 3. Thema

Leistungskurs Deutsch, 3. Thema:

  1. Das Gedicht „Der Falke“ von A. von Arnim analysieren und vor dem Hintergrund der Epoche Romantik deuten.
  2. a) Dieses Gedicht mit Norbert Hummelts Gedicht „der turmfalk“ vergleichen; b) dabei besonders das Motiv des Falken berücksichtigen; c) Merkmale der Modernität von Hummelts Gedicht erläutern.

Kommentar:

Was in der 1. Aufgabe analysieren und deuten unterscheidet, weiß Gott allein; durch den Zusatz „vor dem Hintergrund der Epoche Romantik“ wird man aufgefordert, das Gedicht als romantisches zu begreifen und die entsprechenden Schlagworte anzubringen. – Ein lyriches Ich ist „hier“ anscheinend eingesperrt und sehnt sich nach seinem Liebchen, der Tochter des Grafen; es phantasiert sich (Konjunktiv II: V. 1-18, V. 21-24) in die Gestalt eines wilden Falken, der sein Liebchen aus der Gewalt der Eltern befreien könnte. Dagegen setzt es die Realität, wobei in der Metapher von den gelähmten Schwingen die Verbindung zwischen dem Ich und dem Falken hergestellt wird. Ein Bildbruch liegt in V. 27 f. vor (?, oder: die Bildrede ist beendet!) – helles Singen passt nicht mehr zum Falken, nur noch zum realen lyrischen Ich, und wieso das Liebchen sich (des Geliebten) schämt, bleibt unklar – hier dominiert das Volksliedhafte (tragische Trennung) über das romantische Bild des in die Freiheit entführenden Falken. Das Verständnis des Gedichts stellt keine hohen Ansprüche an den Leser.

Die Aufgabe 2 a) ist trivial: In Hummelts Gedicht bildet die Beschreibung einer Telefonsituation (gestörte Kommunikation mit einem Du) den Rahmen, welcher von der Beobachtung eines Falken gefüllt wird (V. 2-16, V. 18 f.). Diese Beobachtung wird von vielen Signalen der Unsicherheit qualifiziert: Der Falke hat eine Beute geschlagen, das Ich möchte ihn dazu fragen: „ist sie das, die vielzitierte feier der natur?“ Mit diesem ironischen Zitat von V. 5 eines Gedichtes von Hebbel („Herbstbild“) plus Anspielung in V. 16 distanziert sich das Ich von romantischen Naturvorstellungen. Das Zitat ist nicht ausgewiesen; die Schüler können es nicht kennen (einige Kollegen vermutlich auch nicht). Die beiden Falken-Motive haben eigentlich nichts miteinander zu tun; der Vergleich (2 b) ist an den Haaren herbeigezogen: eine typische Abituraufgabe, die sich auf das „Auftreten“ von Falken in zwei mittelprächtigen Gedichten stützt, zu denen es im Netz keine Analysen gibt, so dass auch keiner pfuschen kann [vermutlich ein Kriterium der Auswahl]. Die Aufgabe 2 c) ist drangeklatscht [könnte auch in 2 a) bereits erledigt sein!] und hat mit der Idee des Gedichtvergleichs nichts zu tun – dieses Gedicht in Prosa (nur in V. 9-11 gibt es einen Reim innerhalb der Verse) mit seinen Abkürzungen „u.“ und der Kleinschreibung ist formal leicht als ein modernes auszuweisen. Ob der Gr-Fehler in V. 14 („kann“ statt „könnte“ im irrealen Vergleich) auch Zeichen der Modernität ist, weiß ich nicht.

http://gedichte.xbib.de/Arnim_gedicht_Der+Falke.htm (Text)

http://www.zeno.org/Literatur/M/Arnim,+Ludwig+Achim+von/Gedichte/Des+Knaben+Wunderhorn/Band+1/Der+Falke (dito)

https://www.uni-due.de/lyriktheorie/texte/1806_arnim.html (A. von Arnim: Von den Volksliedern)

http://www.uni-heidelberg.de/presse/ruca/ruca08-1/02.html Des Knaben Wunderhorn

http://www.lyrikwelt.de/rezensionen/zeichenimschnee-r.htm (Besprechung N. Hummelt: Zeichen im Schnee)

http://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Hummelt (N. Hummelt)

http://mpg-trier.de/d7/read/hebbel_herbstbild.pdf (Hebbel: Herbstbild – Text mit Interpretation)

P.S. Ein Kollege fragte mich, was davon zu halten sei, dass in den Lösungserwartungen A. von Arnims Gedicht als Ballade bezeichnet werde, was er für falsch hält. Hier hat der Kollege gegen die Lösungserwartungen natürlich recht: Eine Ballade ist ein „strophisch gegliedertes Erzähllied, in dessen Mittelpunkt eine ungewöhnliche, konflikthafte fiktive Begebenheit steht“ (MLL).
Es ist nicht nur bedauerlich, sondern schon peinlich, dass in der Kommission nicht mehr Sachverstand oder Zivilcourage versammelt ist, um derart unsinnige Äußerungen zu verhindern!

P.S. Zur Lösungserwartung:

Wie gesagt, das Gedicht Achim von Arnims ist entgegen der Lösungserwartung keine Ballade. Die formale Analyse bleibt wie üblich auf rein formalem Niveau (und damit eigentlich sinn-los): Es wird nicht gefragt, wie ein derart geformtes Gedicht zu sprechen ist, welchen Rhythmus es hat.

Es ist ein simples Gedicht, so dass es schwer ist, auffällige literarische Mittel zu finden. Dass die Adjektive „teils in auffälliger Nachstellung“ stehen, ist euphemistisch: Das gilt nur für „breit“ (V. 12), und das steht so des Reimes wegen. Dass Adjektive Eigenschaften bezeichnen („zur Betonung der Attribute…“), ist eine Binsenweisheit der Erprobungsstufe.

„Und wollt“ würde ich Wiederholung nennen. Die simple Wiederholung „todt – todt“ (V. 22 – V. 24) wird nicht gewürdigt; sie ist auch arg simpel.

„Konkretisierung der Situation“ – das ist ein Witz; eine Situation ist immer konkret. Die wörtliche Rede macht nichts konkreter.

Ach ja, und dann die Verben wieder auf Grundschulniveau, sie vermitteln angeblich Dynamik (na, ein bisschen stimmt es in Verbindung mit dem Falken, zumindest teilweise: aufschwingen, schlagen, springen usw., aber nicht: niederlassen, herfürtreten, ziehen, tragen). Die Assonanz finde ich nur bei „springen – klingen“ (V. 7 – V. 9).

„Unklarheit der Selbstdeutung des lyrischen Ich als Vogel am Ende des Gedichts“ – nein, da ist nichts unklar; durch den Wechsel in den Indikativ ist klar, dass das Ich kein wilder Falke ist. „die Schwingen“ (V. 25) sind nachklingende Metapher des Falkenbildes, die Stimme des Ich kann nur hell singen (V. 27), keine wilden Schreie ausstoßen [und selbst als Falke spricht es noch, 3. Strophe: ein Bruch des Bildes].

Achim von Arnims Gedicht ist schwach, eine Art Liebeskitsch – das herauszufinden wäre eine des Abiturs würdige Aufgabe gewesen!

Beim Gedicht Norbert Hummelts haben die Mitglieder der Kommission selber nicht gesehen, dass dort ein Hebbel-Zitat vorliegt – das muss man einfach sehen und v.a. würdigen (bei „auffällige literarische Mittel“), sonst hat man das Gedicht an zentraler Stelle nicht verstanden.

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Zentralabitur Deutsch NRW 2015, Lk – 1. Thema

Leistungskurs Deutsch, 1. Thema:

  1. Einen Auszug aus Tomasello: Die Ursprünge der menschlichen Kommunikation, S. 12 ff. (58 Zeilen) analysieren: a) dabei seine Aussagen zur gestischen Kommunikation und zur Entstehung der Sprachen erläutern sowie b) berücksichtigen, wie der Gedankengang aufgebaut ist und die Leser geführt werden.
  2. a) Die Grundgedanken von Herder: Abhandlung über den Ursprung der Sprache, darstellen; b) sie mit Tomasellos Überlegungen vergleichen; c) erläutern, inwiefern für bei der Ursprung der Sprache nicht im „Geschrei der Empfindung“ (Herder) liegt. (Als Hilfsmittel gibt es einen Auszug aus Herders Schrift von 74 Zeilen.)

Kommentar:

Die Aufgabe 1 a) läuft auf eine Paraphrase des vorliegenden Textes hinaus – der Text ist recht abstrakt, wird aber durch viele Worterläuterungen angereichert, die zum Verständnis nicht viel beitragen, da sie bloße Worterläuterungen sind.

Die Aufgabe 1 b) ist anspruchsvoller: Basis (Voraussetzung) der Argumentation ist Z. 1 f. (mit Begründung in Z. 3 ff.); Z. 11 f. (bzw. Z. 11-14) ist das entsprechende methodische Postulat, Z. 14-16 die zentrale These (mit Begründung in Z. 24 ff.), woran sich die zweite These in Z. 36 ff. anschließt. Z. 51 ff. stellt eine überflüssige abstrakte Zusammenfassung dar. – Die Leserführung erfolgt durch Rückgriff auf (angeblich) Offensichtliches (gewiß, Z. 1; offensichtlich, Z. 24), durch Begründungen und den Rekurs aufs Natürliche (Z. 1 und Z. 29 ff.), durch Berufung auf die Logik (somit, Z. 20; also, Z. 51) und auf die Tradition (Z. 26 f.). – Wie man die Lösungen der Aufgaben 1 a) und b) miteinander kombiniert, ist eine Frage für sich.

Die Aufgabe 2 a) ist eine bloße Wiederholung des im Unterricht hoffentlich Gelernten – der Herdertext hilft denen, die [wegen Unfähigkeit des Fachlehrers oder aus Faulheit] nicht viel gelernt haben. Der Vergleich in 2 b) ist anspruchsvoller als der im 2. Thema des Lk, da es hier wirklich Unterschiede gibt: Herder erklärt nichts (im Gegensatz zu Tomasello) und verzichtet auf die Kommunikation als Bedingung des Sprechens. Die Aufgabe 2 c) ist überflüssig, da hier nur noch einmal ausgewalzt wird, was spätestens in 2 b) bereits zusammengefasst worden ist.

Die Aufgaben des 1. Themas Lk sind anspruchsvoller als die des 2. Themas – es kommt aber darauf an, was in der Lösungserwartung steht und wofür es Punkte gibt.

P.S. Zur Lösungserwartung:

Die Erwartung an die Einleitung, die Darstellung der Position (wieso Grundposition?) Tomasellos sowie an die beiden Erläuterungen sind normal und in Ordnung.

Problematisch ist, was zum Aufbau des Gedankengangs erwartet wird:

  • Problematisch ist die Unterscheidung von natürlichen Gesten und konventionellen Gesten; das gibt der Text nicht her – der kennt nur den Unterschied von (nicht erläuterten) Affengesten (Z. 28 f.) und „natürlichen“ menschlichen Gesten
  • Irrelevant ist der Hinweis auf weitere Sprachforscher (Z. 26 f.), die ja nicht einmal namentlich genannt werden.
  • Es fehlt der Hinweis auf die Funktion der Beispiele (Z. 3 ff. in Relation zu Z. 1 f.), die Begründungsfunktion von Z. 24 ff. und Z. 43 ff. (Bedingung!).
  • Es fehlt der Hinweis auf die Bedeutung, welche der Rückgriff auf das Natürliche hat (Z. 1, Z. 29 ff.).

Problematisch ist auch, was zur Leserführung erwartet wird – wobei Leserführung ein nicht klar definierter Begriff mit nicht klar definierten Kriterien ist:

  • Was ist ein vortragsähnlicher Duktus? Vermutlich ist das Gleiche wie mit dem persönlichen Grundton (was ist das?) der Argumentation gemeint – die Verwendung der Pronomina „Sie“ und „wir“ wird hier arg strapaziert.
  • Auch halte ich für problematisch, was zur Adressatenorientierung gesagt wird: Die vier Erläuterungen der Fremdwörter im Textauszug widerlegen, dass interessierte Laien als Adressaten ernst genommen werden: Selbst Abiturienten traut man nicht zu, den Text ohne Erläuterungen zu verstehen!

Da ich Herders Abhandlung kaum kenne (und auch nicht verstehe, wieso Schüler solche überholten sprachtheoretischen Überlegungen kennen sollen), möchte ich zur Lösungserwartung für die 2. Aufgabe nichts sagen.

Zentralabitur Deutsch NRW 2015, Lk – 2. Thema

Leistungskurs Deutsch, 2. Thema:

  1. Einen Auszug aus J. Roth: Hiob. Roman eines einfachen Mannes, aus Kap. VII (73 Zeilen) analysieren, unter besonderer Berücksichtigung der Erfahrungen des Protagonisten auf dem Amt.
  2. a) Einen Auszug aus Kafka: Der Proceß, aus dem dritten Kapitel (46 Zeilen) analysieren im Hinblick auf die Gestaltung der inneren Verfassung Josef K.’s. b) Die Darstellung der Atmosphäre im Amt bzw. im Gericht in den beiden Romanen vergleichen. c) Auf die Bedeutung eingehen, die beide Episoden für die jeweiligen Protagonisten innerhalb der Romanhandlung haben.

Kommentar:

Die 1. Aufgabe läuft auf eine inhaltliche Wiedergabe der bedrückenden Erfahrungen Mendels (Willkür der Beamten, schikaniert werden, hilflos und unwissend sein) hinaus; eine anspruchslose Aufgabe.

Die Aufgabe 2 a) ähnelt der 1. Aufgabe, nur dass hier die innere Unsicherheit oder Ambivalenz K.’s erfasst wird (Möglichkeit, verständigte sich, lästig, Unbehagen, will nicht, werde verfehlen, wiederholt schärfer usw.).

Die Aufgabe 2 b) bringt das Kunststück fertig, die unvereinbaren Aspekte der äußeren Erfahrung und der inneren Verfassung im Begriff der „Atmosphäre“ zusammenzubinden, damit man sie „vergleichen“ kann. Es müsste auf eine bedrückende Atmosphäre hinauslaufen.

In der Aufgabe 2 c) sehe ich zwei Möglichkeiten: Einmal kann man sein ganzes angelerntes Wissen hervorkramen und dann der jeweiligen Episode ihren (unwesentlichen) Stellenwert in der Geschichte der Rettung bzw. des Niedergangs zuweisen [das wird vermutlich erwartet!]. Man könnte aber zuerst auch in die erzählte Fortsetzung der jeweiligen Episode hineinschauen, am Text arbeiten und versuchen, nicht zu schwafeln: Das ergäbe für Mendel, dass die folgende Begegnung mit dem Juden und mit Kapturak für ihn „ein Glück“ nach der deprimierenden Behandlung auf dem Amt bedeuten und dass sein Herz während der Heimfahrt „galoppierte“, wobei er durch den Unfall dann ein Dämpfer erhält… Für Josef K. ergibt sich, dass er durch die „Aufklärung“ über die Ursachen der schlechten Luft, durch die Begegnung mit dem Auskunftgeber und das Erreichen des Ausgangs vorübergehend erleichtert wird.

Die Lösungserwartungen kenne ich nicht; die Aufgabe ist insgesamt anspruchslos, weil sie weithin auf bloß inhaltlicher Textanalyse (Aufgabe 1 und 2 a) bzw. auf Wiederholung/Reorganisation des im Unterricht Gelernten (Aufgabe 2 c) hinausläuft und der Vergleich (Aufgabe 2 b) keine intellektuelle Herausforderung darstellt. Die Aufgabe ist nicht geeignet, mit ihrer Bearbeitung Studierfähigkeit nachzuweisen.

P.S. Zur Lösungserwartung:

Man muss Schülern klarmachen, wofür Punkte vergeben werden:

  • formuliert eine aufgabenbezogene Einleitung,
  • ordnet den Textauszug in den Romanzusammenhang ein,
  • stellt den Inhalt des Textausschnitts knapp dar,
  • erschließt die Darstellung des Gebäudes und der Situation im Amt,
  • untersucht die Darstellung der Beziehung zwischen Mendel und den Repräsentanten der Verwaltung,
  • erläutert die sprachlichen Besonderheiten des Textausschnitts,
  • erläutert die erzählerischen Besonderheiten des Textausschnitts,
  • deutet zusammenfassend die Untersuchungsbefunden.

(Das sollten Schüler aus den Klausuren in den beiden letzten Jahren kennen.)

Problematisch (zu Roth)

  • ist die Bedeutung, die den Lichtverhältnissen im Gebäude zuerkannt wird; das Dunkel des Korridors ist der erste Beleg für die paradoxe Aussage „Der Tag war hier kein Tag.“ (Z. 5), der zweite Beleg ist die (nicht beachtete) Paraxodie, dass die Uhren neben der Zeit einhergingen (Z. 7). – Diese Paradoxien werden nicht gewürdigt.
  • Die sogenannte Fliegenszene (Z. 43 ff.) belegt weniger, dass der Beamt sadistisch ist, als vielmehr sein Desinteresse gegenüber den Bittstellern – er fängt lieber Fliegen.
  • Bei den sprachlichen Besonderheiten vermisse ich die Gewitter-Metapher (Z. 33 ff.); körperliche Unterwerfungsstrategien gehören nicht zu sprachlichen Besonderheiten.
  • Zeitdehnendes Erzählen kann ich nicht finden – es fehlen bezeichnenderweise die Belege für diese Behauptung bzw. Erwartung.

Zum Kafka-Text ist die Lösungserwartung für die erzählerische und sprachliche Gestaltung teilweise problematisch:

  • Was ist ein hypothetischer Stil? Google nennt dafür „ungefähr drei Ergebnisse“ – dden Stil gibt es also praktisch nicht. Die Verwendung solcher selbst erfundener Begriffe ist ärgerlich und nicht hinnehmbar.
  • Stehen die Vermutungen im Irrealis? (Es fehlen wieder die Belegstellen, womit die Kommission sich der Kritik entzieht!) Kann man also z.B. Z. 6 f. („Anschein…“) als Irrealis bezeichnen oder nur als indirekte Rede? Irreal ist der Vergleich Z. 17 f. (trotz Konjunktiv I) – aber das ist kein hypothetischer Stil und bedeutet keine Uneindeutigkeit. Z. 27 ist indirekte Rede, Z. 27-29 ist wieder irreal, aber kein hypothetischer Stil. Z. 39 f. ist ein normaler irrealer Vergleich. – Fazit: Das Gerede vom hypothetischen Stil ist Unsinn und ein Versuch, das (bereits genannte) personale Erzählen noch einmal „auszuwerten“.
  • Was eine poetisierte Sprache sein soll, weiß Gott allein; richtig ist, dass hier Umgangssprache geschrieben und gesprochen wird.
  • „emotionalisierte Passagen“ – das fällt nicht unter sprachliche Gestaltung, sondern unter das Erleben und die innere Verfassung K.s! An diesem Punkt sieht man (wieder einmal), wie für ein und dieselbe Beobachtung in verschiedenen Hinsichten Punkte vergeben werden müssen, damit die volle Punktzahl erreicht wird.