Neue Iglu-Studie: Ergebnisse für das Lesen

Deutsche Grundschüler fallen beim Lesen international zurück“, kann man heute im „Tagesspiegel“ lesen: http://www.tagesspiegel.de/wissen/neue-iglu-studie-deutsche-grundschueler-fallen-beim-lesen-international-zurueck/20670744.html. Das ist das Ergebnis der Iglu-Studie von 2016. Der Beitrag im „Tagesspiegel“ ist sehr informativ. Weiterer Bericht: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/studie-20-prozent-der-viertklaessler-koennen-nicht-richtig-lesen-15325389.html

Das ist sicher einmal das Ergebnis einer Bildungs-Sparpolitik sowie einer ideologischen Aufweichung elementarer Einsichten dessen, was in der Schule geübt werden muss. Es ist aber auch ein Versagen der Eltern: Unsere beiden Töchter konnten lesen, ehe sie in die Schule kamen – und das nicht deshalb, weil wir etwas erzwungen oder gedrillt hätten. Die ältere Tochter hat das Lesen mittels der Beschriftung auf Milchflaschen gelernt (von sich aus, durch Fragen), die jüngere wollte auf einmal nicht mehr die einzige im Haus sein, die nicht lesen kann, und hat es innerhalb zweier Wochen von der älteren gelernt.

Ich sehe oft, wenn ich ins Fitness-Studio gehen, Kinder, die mit ihren Eltern zur logopädischen Betreuung gehen und dort mit Bauklötzen spielen, während die Mutter daneben sitzt: Kann man nicht auch zu Hause mit seinem Kind mit Bauklötzen spielen? Oder im Wartezimmer: Mama starrt auf ihr iPhone, das Kind sitzt isoliert daneben – sie gehen zur Logopädie: Wen wundert es, dass das Kind nicht richtig sprechen kann, wenn Mama lieber mit der Maschine als mit ihrem Kind spricht?

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