Die Wortarten

Die Wortarten – laut Duden: Die Grammatik, 8. Auflage

1. Die flektierbaren Wortarten:

* das Substantiv (der Baum, die Frau, das Auto)

* Artikelwörter und Pronomen

– Personalpronomen (ich, du, ihr, sie…)

– Reflexivpronomen (ich → mich, ihr → euch, er → sich usw.)

– Possessivpronomen (mein, sein, euer…)

– Demonstrativpronomen (das betonte „der“ ohne Substantiv, dieser – jener, derjenige, deselbe)

– der bestimmte Artikel (der, die das)

– Relativpronomen (der, welcher, wer)

– Interrogativpronomen (wer, welcher, was für ein)

– Indefinitpronomen (all, beide, ein bisschen – ein wenig – ein paar, ein – irgendein, einige – etliche, -erlei, etwas, genug – genügend, irgend-, jeder – jedweder – jeglicher – jedermann, jemand – niemand, kein, man, manch, mehrere, meinesgleichen, nichts, sämtlich, solch, unsereiner, viel – wenig, welch, wer – was)

– der unbestimmte Artikel (ein, eine, ein)

* das Adjektiv (gut, rund, grün)

* das Verb (geben, sein, kaufen)

2. Die nicht flektierbaren Wortarten:

* das Adverb (hier, heute, so, folglich… – auch Adjektive können unflektiert als Adverbien gebraucht werden)

* die Partikel (aber, nicht, schon, sogar, bloß, vielleicht, nur, etwa, pfui…)

* die Präposition (in, vor, durch, wegen…)

* die Junktionen

– die Konjunktion (und, wie, sowohl – als auch, weder – noch, oder, doch, wenn auch, denn…)

– die Subjunktion [oft auch „nebenordnende Konjunktion“ genannt] (dass, ob, als, wenn, während, indem, als ob, zumal da…)

Die Lehre von den Wortarten ist nicht unproblematisch; ich habe hier die in der Duden-Grammatik aufgeführten Wortarten aufgezählt, damit Schüler nicht hilflos von „Wörtern wie…“ sprechen müssen, sondern die Wortarten benennen können.

Wer sich intensiver mit den Wortarten befassen will, kann das hier tun:

http://home.edo.tu-dortmund.de/~hoffmann/Wortart.html (schlau)

https://oberprima.com/deutsch/woerter-uberblick-einstieg-deutsche-grammatik/ (einfach)

https://is.muni.cz/el/1421/jaro2011/NJI_1101/Die_Wortarten.doc (schwer – eher für Leute, die es schon i.W. wissen)

http://dietrich-schaeckermann.de/html/Grammatik/wortarten.htm (ausführlich, aber mit der problematischen Kategorie „Zahlwort“ = Numerale)

https://norberto68.wordpress.com/2010/10/08/wortarten-wortklassen/ (alter Aufsatz von mir)

Zum einfachen Trainieren: http://www.palkan.de/d-zuordnung2.htm

Zum intensiven Üben: http://www.deutschunddeutlich.de/index.php?SUBJECT=&actualid=25&which_set=29

http://www.coli.uni-saarland.de/~tania/ws2010/Folien/VL_07.pdf (sehr klarer Einführungskurs)

http://www.germanistik.hhu.de/fileadmin/redaktion/Fakultaeten/Philosophische_Fakultaet/Germanistik/Germanistische_Sprachwissenschaft/Dateien/Busse/Text/Busse-1997-03.pdf (zur Problematik der WA)

http://hypermedia.ids-mannheim.de/call/public/sysgram.ansicht?v_typ=d&v_id=244

http://www.germanistik.tu-dortmund.de/~hoffmann/Wortart.html

http://www2.uni-jena.de/philosophie/germsprach/syntax/Dokumente/Vorlesung/Skript/Skript_A.pdf (Gallmann)

http://www.eurac.edu/en/research/autonomies/commul/Documents/MEB/Montessori_Wortartenmaerchen_Pfeifer.pdf (Montessori)

http://www.uni-marburg.de/fb10/klassphil/studium/latein/lat_sprachkurse/pdf_versch/versch/Wortart-Satzteil.pdf (Wortarten und Satzglieder)

Im Wörterbuch canoonet (http://www.canoo.net/) wird zu jedem Wort die Wortart (hinter einem Doppelpunkt) angegeben. Man stellt dabei fest, dass die Liste der Wortarten im Duden: Grammatik mit der im Wörterbuch canoonet nicht übereinstimmt (z.B. bei „pfui“: im Duden eine Partikel, im canoonet Interjektion) – damit muss man leben; es ist eine Tatsache, dass es eine einheitliche und sichere Theorie der Wortarten nicht gibt und nicht geben kann, selbst wenn einzelne Kultusministerien (Bayern) verbindliche Listen von Wortarten vorgeben. Der Schülerduden Grammatik begnügt sich deshalb mit fünf bzw. sechs Wortarten (alle nicht flektierbaren Wörter werden unter „Partikel“ zusammengefasst), wogegen man natürlich auch wieder Einwände vorbringen kann…

Die Lehre von den Wortarten ist deshalb problematisch, weil sich bei der Einteilung verschiedene Kriterien überschneiden. Das sieht man gut im Skript „Grundlagen der deutschen Grammatik für DaF“:

Welche Wortarten gibt es? Wie werden sie unterschieden?

Klassifikationssysteme

inhaltlich: semantisch
Substanz
Eigenschaft
Prozess
Relation
formal: morphologisch
deklinierbar
konjugierbar
unveränderlich
distributionell: syntaktisch
Adjektive / Substantive; Adverbien / Verben
Substantive: + Artikel / Pronomen: – Artikel
Präpositionen: Substantiv / Pronomen

Man kann der Problematik der Wortarten teilweise entgehen, wenn man man bei der Textbeschreibung nicht Wörter, sondern Satzglieder benennt. Vgl. dazu: https://norberto68.wordpress.com/2011/02/14/satzlehre-der-deutsche-satz/

Einen anderen Versuch, Texte oberhalb der Wortebene zu erfassen und Elemente zu benennen, stellt die Theorie der Sprechakte oder des sprachlichen Handelns dar. Diese Theorie, die Bühlers Organon-Modell differenziert, zu kennen ist für jedes Verstehen von Äußerungen und Texten unerlässlich:

https://norberto68.wordpress.com/2011/02/14/sprechakte-sprachliches-handeln/

https://norberto68.wordpress.com/2013/09/10/textfunktionen-und-sprechakte/

https://norberto68.wordpress.com/2011/11/18/sprachliches-handeln/

 

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