nahe / in der Nähe – oft vermengt

Die Präposition „nahe“ fordert den Dativ: nahe dem Waldrand, nahe dem Café.

Es gibt eine substantivische Konstruktion gleicher Bedeutung: „in der Nähe“ + Genitiv: in der Nähe des Waldrandes, in der Nähe des Cafés.

Ein typischer Fehler besteht nun darin, dass man die beiden Wendungen vermengt unter dem Begriff /nah/ und dann sagt: „nahe des Waldrandes“ oder „nahe des Cafés“. Auch wenn dem wdr solche Fehler in den Nachrichten unterlaufen, bleiben es doch Fehler.

Ein ähnlicher Fehler, der sich aber vermutlich bald als normal und damit richtig durchsetzen, also den Fehler-Charakter verlieren wird, ist die Vertauschung von „denn“ und „weil“ unter dem Begriff /Grund/ oder /Begründung/; denn „weil“ ist eine Nebensatzkonjunktion, obwohl sie heute oft wie „denn“ als Hauptsatzkonjunktion gebraucht wird [„weil ich habe jetzt keine Zeit“] – das klingt in meinen Ohren grausam, weil ich noch aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stamme.

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