Amerikanische Euphemismen

Ein Euphemismus ist eine Wendung, die etwas beschönigt; es gibt viele Gründe, etwas zu beschönigen – von Höflichkeit bis zum Zynismus.

Die Amerikaner sind erfinderisch, wenn es um ihre Macht geht:
Wenn sie irgendwo in der Welt einen Terrorverdächtigen fangen und entführen, ist das eine rendition (Überstellung);
brutale Verhörmethoden, bis hin zur Folter, nennen sie „verbesserte Vernehmungsmethoden„;
ein Hungerstreik in Guatanamo ist bloß ein freiwilliges Fasten, denken [noch genauer: sagen] zumindest die amerikanischen Offiziellen;
werden Häftlinge zwangsweise ernährt, so gedeiht ihnen eine innere Ernährung an;
das freiwillige Fasten beginnt übrigens erst, wenn ein Häftling neun Mahlzeiten in Folge verweigert.

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2 thoughts on “Amerikanische Euphemismen

  1. Alternativ kann man auch einen „Prinzenrollen“-Keks mit Senf füllen und ihn seinem Lehrer geben. So geschehen 1980 am NGM.

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