weismachen

Das Wort „weismachen“ bedeutete ursprünglich: jemanden belehren, also ihn weise machen; weismachen geschah mit dem Mund, es war ein Mundwerk.
Nun hat das Volk gemerkt, dass die hochgelehrten Herren (Damen hatten damals nichts zu sagen, jedenfalls nicht öffentlich) mit ihren klugen Worten oft nichts sagen, ja, die Leute sogar nur an der Nase herumführen wollen. Auch wenn es sehr klug klingt, kann man mit dem Mundwerk leeres Stroh dreschen, ohne dass dabei Körner oder sonst Genießbares herauskäme. Dadurch änderte sich der Klang des Wortes, es gewann seine heutige Bedeutung.
Diesen Vorgang nennt man Bedeutungswandel; in unserem Fall hat sich eine normale Bedeutung in eine negative gewandelt (pejorative Bedeutung). Bedeutungswandel kann in vielfacher Form erfolgen; aber jetzt interessiert uns nur dieser eine Fall: Man verkaufe das Volk nicht für dumm!

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