Projekt: Facharbeit anfertigen (Training)

Eine Trainingseinheit im Fach Deutsch

(Dieser Bericht stammt aus dem Jahr 2002 und richtete sich an die Fachkollegen – damals gab es noch das G13, und die Facharbeit wurde in 12.2 geschrieben. Das muss man bei der Lektüre resp. meiner Zeitplanung berücksichtigen.)

Durch die miserablen Ergebnisse des vergangenen Jahres schockiert habe ich in diesem versucht, in Kl. 12 ein Training „Facharbeit“ durchzuführen.

Nach der 2. Klausur 12.1 habe ich einen Aufsatz „Gedanken über Freundschaft“ zu schreiben aufgegeben (mit PC, speichern!) und ausgewählte Beispiele davon kurz besprochen (Fragestellung, Gliederung). Dieser eigene Aufsatz sollte die Grundlage sein, auf der sich dann jeder Schüler mit anderen Aufsätzen auseinandersetzen kann, und zwar zwei Schüleraufsätzen sowie „Fachliteratur“ (Claudius, Knigge, Simmel).

Erster Text, nach dem Schema „Analyse theoretischer Texte“ ausführlich analyisiert: Claudius, Matthias: Von der Freundschaft  (1780). Es wurde die Methode der Analyse theoretischer Texte eingeführt bzw. eingeübt.

Dann wurden verteilt und zu lesen aufgegeben:

a) Knigge, Adolph Freiherr von: Über den Umgang mit Menschen (1788). Zweiter Teil, Sechstes Kapitel, Abschnitte 1, 2, 5, 6, 8 und 9. Die beiden ersten Abschnitte wurden noch zum Training von uns gemeinsam analysiert. (Wir hatten die Texte aus dem it 273, S. 206 ff.; ich gebe hier eine Internetquelle an: http://gutenberg.spiegel.de/buch/uber-den-umgang-mit-menschen-3524/30 und http://gutenberg.spiegel.de/buch/uber-den-umgang-mit-menschen-3524/31)

b) Simmel, Georg: Soziologie. Untersuchungen über die Formen der Vergesellschaftung (1908). In: Philosophie der Freundschaft. Hrsg. von K.-D. Eichler, 1999, S. 161 ff. (Ich gebe unten den Text gemäß der Quelle http://socio.ch/sim/soziologie/soz_5.htm, S. 264 – 272, in der Kürzung Eichlers wieder, weiche aber in der Einteilung der Absätze sowohl von Eichler wie von der Internetquelle ab.) Knigge und Simmel hatte ich bei den gedruckten Texten mit Seitenzählung, Claudius mit Zeilenzählung.

Idee: auf der Grundlage der eigenen Vorstellungen (s. erster Aufsatz) sich mit anderen auseinandersetzen, die Fragestellung(en) klären und diese schrittweise beantworten (Sinn der Gliederung!), sich auf andere Autoren zustimmend oder kritisch argumentativ beziehen und dies in Fußnoten nachweisen bzw. kleine Auseinandersetzungen in die Fußnoten verlegen; Literaturverzeichnis anlegen – diesen neuen Aufsatz wieder mit PC schreiben und abgeben. Für die Abfassung dieses größeren Aufsatzes wurde eine Doppelstunde „frei“ gegeben bzw. „Beratung“ angesetzt. Arbeitszeit zur Abfassung: [weiß ich nicht mehr – zehn Tage?]

Nach diesem großen Aufsatz (d.h. der Probe-Facharbeit) sollte jeder Schüler wissen, wo und womit er Probleme gehabt hat (schriftlich festhalten!). Der Lehrer kann die Arbeiten mehr oder weniger kurz durchsehen und seinerseits festhalten, wo die Schüler Probleme haben; eine strenge Aufsatz-Korrektur ist m.E. nicht erforderlich.

Bisher gebrauchte Zeit: sechs Stunden (bei 3 Wochenstunden Deutsch – die Abgabe, Lektüre und Besprechung der Probe-Facharbeit stand noch aus!) Nach den Weihnachtsferien brauche ich eine Woche zur Auswertung der Ergebnisse; außerdem soll dann noch einmal die bereits in der Sek I eingeübte Erörterung kurz wiederholt werden.

Man glaubt gar nicht, wie banal manche Probleme sind, die auftauchen; so fragte zum Beispiel G. nach dem Problem, das man mit der Formal „a.a.O.“ löst, welche sie nicht kannte; dieses Problem war uns bisher durch die Lappen gegangen.

In der Hoffnung, den einen oder anderen trotz der Arbeitsbelastung zum Nachahmen angeregt zu haben… N.T.

 

Text G. Simmels:

Jenseits der Zweckvereinigungen, aber ebenso jenseits der in der ganzen Persönlichkeit wurzelnden Verhältnisse, steht die soziologisch höchst eigentümliche Beziehung, die man in den höheren Kulturschichten jetzt als die »Bekanntschaft« schlechthin bezeichnet. Daß man sich gegenseitig »kennt«, bedeutet in diesem Sinne durchaus nicht, daß man sich gegenseitig kennt, d. h. einen Einblick in das eigentlich Individuelle der Persönlichkeit habe; sondern nur, daß jeder sozusagen von der Existenz des andren Notiz genommen habe. (> 265) Charakteristischerweise wird dem Begriff der Bekanntschaft schon durch die Namennennung, die »Vorstellung«, genügt: die Kenntnis des „Daß“, nicht des „Was“ der Persönlichkeit bedingt die „Bekanntschaft“.

Indem man aussagt, mit einer bestimmten Person bekannt, ja selbst gut bekannt zu sein, bezeichnet man doch sehr deutlich den Mangel eigentlich intimer Beziehungen; man kennt vom Andern unter dieser Rubrik nur das, was er nach außen hin ist – entweder im rein gesellschaftlich-repräsentativen Sinn, oder so, daß man eben nur kennt, was der andre uns zeigt; der Grad des Kennens, den das »Gut-miteinander-Bekanntsein« einschließt, bezieht sich gleichsam nicht auf das »An-Sich« des andren, nicht auf das, was in der innerlichen Schicht, sondern nur was in der dem Andern und der Welt zugewandten wesentlich ist. Deshalb ist die Bekanntschaft in diesem gesellschaftlichen Sinne der eigentliche Sitz der „Diskretion“. […]

Dieser Vorform oder dieser Ergänzung des Geheimnisses gegenüber, in der nicht das Verhalten des Geheimhaltenden, sondern das eines Andern in Frage steht, in der bei der Mischung gegenseitigen Kennens oder Nichtkennens der Akzent mehr auf dem Maß des ersteren als des letzteren liegt – ihr gegenüber kommen wir zu einer ganz neuen Wendung: in denjenigen Verhältnissen nämlich, die nicht wie die bisherigen um fest umschriebene und, wenn auch nur durch die Tatsache ihrer bloßen »Oberflächlichkeit«, sachlich festzulegendes Interessen zentrieren, sondern die sich, mindestens ihrer Idee nach, auf der ganzen Breite der Persönlichkeiten aufbauen. Die hauptsächlichen Typen sind hier Freundschaft und Ehe.

Soweit das Freundschaftsideal von der Antike her aufgenommen und eigentümlicherweise gerade im romantischen Sinne fortgebildet worden ist, geht es auf eine absolute seelische Vertrautheit, das Seitenstück dazu, daß den Freunden auch der materielle Besitz gemeinsam sein soll. Dieses Eintreten des ganzen, ungeteilten Ich in das Verhältnis mag in der Freundschaft deshalb plausibler sein als in der Liebe, weil ihr die einseitige Zuspitzung auf ein Element fehlt, die die Liebe durch ihre Sinnlichkeit erfährt. Freilich findet dadurch, daß in dem Gesamtumfang möglicher Verbindungsgründe einer gleichsam die Tête nimmt, eine gewisse Organisierung derselben statt, wie sie einer Gruppe durch die Führerschaft zuteil wird. Ein sehr starkes Beziehungsmoment bricht oft die Bahn, auf der ihm die andern, ohne dieses latent gebliebenen, folgen; und unleugbar öffnet bei den meisten Menschen die geschlechtliche Liebe die Tore der Gesamtpersönlichkeit am weitesten, ja, bei nicht wenigen ist die Liebe die einzige Form, in der sie ihr ganzes Ich geben können, wie dem Künstler die Form seiner jeweiligen Kunst die einzige Möglichkeit bietet, sein ganzes Inneres darzubieten.

Besonders häufig dürfte dies bei Frauen beobachtet werden, – freilich soll auch die ganz anders gemeinte »christliche Liebe« das Entsprechende leisten – daß sie nicht nur, weil sie lieben, ihr sonstiges Sein und Haben rückhaltslos hingeben, sondern daß dieses gleichsam in der Liebe chemisch gelöst wird und nur und ganz in deren Färbung, Gestalt, Temperatur auf den andern überfließt. Andrerseits aber, wo das Liebesgefühl nicht expansiv genug, die übrigen Seeleninhalte nicht bildsam genug sind, kann, wie ich andeutete, das Überwiegen der erotischen Verbindungslinie die übrigen, sowohl praktisch-sittlichen wie geistigen Berührungen, das Sich-öffnen der jenseits des Erotischen liegenden Reservoire der Persönlichkeit unterdrücken. (>269)

Die Freundschaft, der diese Heftigkeit, aber auch diese häufige Ungleichmäßigkeit der Hingabe fehlt, mag eher den ganzen Menschen mit dem ganzen Menschen verbinden, mag eher die Verschlossenheiten der Seele, zwar nicht so stürmisch, aber in breiterem Umfang und längerem Nacheinander lösen. Solche völlige Vertrautheit dürfte indes mit der wachsenden Differenzierung der Menschen immer schwieriger werden. Vielleicht hat der moderne Mensch zuviel zu verbergen, um eine Freundschaft im antiken Sinne zu haben, vielleicht sind die Persönlichkeiten auch, außer in sehr jungen Jahren, zu eigenartig individualisiert, um die volle Gegenseitigkeit des Verständnisses, des bloßen Aufnehmens, zu dem ja immer so viel ganz auf den andern eingestellte Divination und produktive Phantasie gehört, zu ermöglichen.

Es scheint, daß deshalb die moderne Gefühlsweise sich mehr zu differenzierten Freundschaften neigte, d. h. zu solchen, die ihr Gebiet nur an je einer Seite der Persönlichkeiten haben und in die die übrigen nicht hineinspielen. Damit kommt ein ganz besonderer Typus der Freundschaft auf, der für unser Problem: das Maß des Eindringens oder der Reserve innerhalb des Freundschaftsverhältnisses – von größter Bedeutung ist. Diese differenzierten Freundschaften, die uns mit einem Menschen von der Seite des Gemütes, mit einem andern von der der geistigen Gemeinsamkeit her, mit einem Dritten um religiöser Impulse willen, mit einem vierten durch gemeinsame Erlebnisse verbinden – diese stellen in Hinsicht der Diskretionsfrage, des Sich-Offenbarens und Sich-Verschweigens eine völlig eigenartige Synthese dar; sie fordern, daß die Freunde gegenseitig nicht in die Interessen- und Gefühlsgebiete hineinsehen, die nun einmal nicht in die Beziehung eingeschlossen sind und deren Berührung die Grenze des gegenseitigen Sich-Verstehens schmerzlich fühlbar machen würde. Aber die so begrenzte und mit Diskretionen umgebene Beziehung kann dennoch aus dem Zentrum der ganzen Persönlichkeit kommen, von ihren letzten Wurzelsäften getränkt sein, so sehr sie sich nur in einen Abschnitt ihrer Peripherie ergießt; sie führt, ihrer Idee nach, in dieselbe Gemütstiefe und zu derselben Opferwilligkeit, wie undifferenziertere Epochen und Personen sie nur mit einer Gemeinsamkeit der gesamten Lebensperipherie verbinden, für die Reserven und Diskretion kein Problem sind.

Viel diffiziler liegt die Abmessung des Sich-Offenbarens und Sich-Zurückhaltens, mit ihren Komplementen, dem Eindringen und der Diskretion, in der Ehe. Hier gehört sie zu dem ganz allgemeinen, für die Soziologie des intimen Verhältnisses höchst wichtigen Problemgebiete: ob das Maximum von Gemeinsamkeitswerten dadurch erreicht werde, daß die Persönlichkeiten ihr Fürsichsein gänzlich aneinander aufgeben oder gerade umgekehrt durch ein Zurückbehalten – ob sie sich nicht etwa qualitativ mehr gehören, wenn sie sich quantitativ weniger gehören. Diese Frage des Maßes kann natürlich nur zugleich mit der andern beantwortet werden: wie denn innerhalb der Gesamtmitteilbarkeiten des Menschen die Grenze zu ziehen ist, an der eventuell die Zurückhaltung und der Respekt des andern begönne. Der Vorzug der modernen Ehe – der beide Fragen frei (>270) lich nur von Fall zu Fall beantwortbar macht – ist, daß diese Grenze nicht von vornherein festgelegt ist, wie es in andern und früheren Kulturen der Fall ist.

In den letzteren namentlich ist die Ehe prinzipiell überhaupt kein erotisches, sondern nur ein ökonomisch-soziales Institut, die Befriedigung der Liebeswünsche ist nur akzidentell damit verbunden, sie wird, natürlich mit Ausnahmen, nicht nur aus der individuellen Attraktion, sondern aus Gründen der Familienverbindung, der Arbeitsverhältnisse, der Nachkommenschaft geschlossen. Zu äußerst klarer Differenzierung haben es in dieser Hinsicht die Griechen gebracht, laut Demosthenes: »Wir haben Hetären für das Vergnügen, Konkubinen für die täglichen Bedürfnisse, Gattinnen aber, um uns rechtmäßige Kinder zu geben und für das Innere des Hauses zu sorgen.« Offenbar wird bei einem so mechanischen, das seelische Zentrum außer Funktion setzenden Verhältnis – wie es übrigens, unter gewissen Modifikationen, die Geschichte und die Beobachtung der Ehe auf Schritt und Tritt zeigt – einerseits weder Bedürfnis noch Möglichkeit intimen gegenseitigen Sich-Erschließens vorliegen, andrerseits werden aber auch manche Reserven des Zartgefühles und der Keuschheit hinwegfallen, die, trotz ihrer scheinbaren Negativität, doch gerade die Blüte eines ganz verinnerlichten, ganz persönlichen Nahverhältnisses sind.

Dieselbe Tendenz, von den Gemeinsamkeiten der Ehe bestimmte Lebensinhalte a priori und durch überindividuelle Satzung auszuschließen, liegt in der Mehrfachheit der Eheformen innerhalb eines Volkskreises, zwischen denen die Eheschließenden eine vorhergängige Wahl zu treffen haben, und die die ökonomischen, religiösen, familienrechtlichen Interessen in mannigfaltigen Weisen für die Ehe differenzieren: so bei vielen Naturvölkern, bei den Indern, bei den Römern.

Nun wird niemand verkennen, daß auch innerhalb des modernen Lebens die Ehe wahrscheinlich überwiegend aus konventionellen oder materiellen Motiven eingegangen wird. Allein, gleichviel wie oft verwirklicht, die soziologische Idee der modernen Ehe ist die Gemeinsamkeit aller Lebensinhalte, insoweit sie unmittelbar und durch ihre Wirkungen den Wert und das Schicksal der Persönlichkeit bestimmen. Und das Präjudiz dieser idealen Forderung ist durchaus nicht wirkungslos; es hat oft genug Raum und Anregung gegeben, eine ursprünglich sehr unvollkommene Gemeinsamkeit zu einer immer umfassenderen zu entwickeln.

Aber während gerade die Unbeendbarkeit dieses Prozesses das Glück und die innere Lebendigkeit des Verhältnisses trägt, pflegt seine Umkehrung schwere Enttäuschungen zu bringen: wenn nämlich die absolute Einheit von vornherein antizipiert wird, Verlangen wie Darbieten keinerlei Zurückhaltung kennt, selbst diejenige nicht, die für alle feineren und tieferen Naturen auch dann noch immer in den dunklen Gründen der Seele bleibt, wenn sie sich ganz vor dem andern auszuschütten meint. […] (>272)

Alle diese Kombinationen werden soziologisch dadurch bezeichnet, daß das Geheimnis des Einen vom Andern gewissermaßen anerkannt, daß das absichtlich oder unabsichtlich Verborgene absichtlich oder unabsichtlich respektiert wird. Die Absicht des Verbergens, nimmt aber eine ganz andre Intensität an, sobald ihr die Absicht der Entschleierung gegenübersteht. Dann entsteht jenes tendenziöse Verstecken und Maskieren, jene sozusagen aggressive Defensive gegen den Dritten, die man erst eigentlich als Geheimnis bezeichnet.

Das Geheimnis in diesem Sinne, das durch negative oder positive Mittel getragene Verbergen von Wirklichkeiten, ist eine der größten Errungenschaften der Menschheit; gegenüber dem kindischen Zustand, in dem jede Vorstellung sofort ausgesprochen wird, jedes Unternehmen allen Blicken zugänglich ist, wird durch das Geheimnis eine ungeheure Erweiterung des Lebens erreicht, weil vielerlei Inhalte desselben bei völliger Publizität überhaupt nicht auftauchen können. Das Geheimnis bietet sozusagen die Möglichkeit einer zweiten Welt neben der offenbaren, und diese wird von jener auf das stärkste beeinflußt.

(Hier kann man den Originaltext sehen: https://archive.org/stream/soziologieunters00simmrich#page/348/mode/2up, S. 348, S. 352 ff., S. 357 f.)

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Auswertung der Trainingseinheit „Probe-Facharbeit“ im Fach Deutsch

Die Auswertung der 15 abgegebenen Arbeiten ergab folgendes Bild:

A) Anlage der Arbeit (gilt auch für gute normale Aufsätze):

  1. Die Arbeiten waren alle irgendwie gegliedert; manchmal war die Gliederung gestört.
  2. Die Gliederung soll der Weg sein, auf dem das benannte Problem gelöst wird. Die Anordnung der Gedanken stellt die Logik der Lösung dar. (Im Aufsatz müssen die Gedanken dann sprachlich verknüpft werden; das war oft unbeholfen gemacht.)
  3. Am Anfang der Arbeit sollte man einen kleinen Überblick über den Weg geben, den man beim Schreiben zu gehen gedenkt: methodisches Bewusstsein. Wenn man sich des Weges bewusst ist, hat man die Ordnung der Gliederung gefunden. – Dieser Überblick fehlte durchweg; die Gliederung war meistens willkürlich angelegt. [Das ist vielleicht eine Folge des gepriesenen Mind-Mappens?]
  4. Mit der Fachliteratur muss man sich argumentativ auseinandersetzen! Oft war zu wenig gelesen, meistens wurden mögliche „Einwände“ nicht beachtet.

B) Verständnis von Freundschaft:

Es wurde öfter auf die beliebte „tolerante“ Wendung zurückgegriffen: „Jeder versteht unter Freundschaft etwas anderes; daher kann man nicht verbindlich sagen, was Freundschaft ist.“ – Stimmte das, könnte man kaum verständlich von Freundschaft sprechen. Über die Bedeutung von Wörtern informiert das Wörterbuch.

Dieses Problem überlappte sich mit der Frage, was Freundschaft dem einzelnen bedeutet [Achtung: Hier wird „bedeuten“ in einem anderen Sinn gebraucht!], oder mit dem Hinweis darauf, dass Freundschaften unterschiedlich gelebt werden; den letzten Aspekt erfassen wir mit der Frage, welche Arten von Freundschaft es gibt!

Es wurden folgende Aspekte bedacht: Begriff der Freundschaft; Arten von Freundschaft (hierhin gehört die Frage nach positiven oder negativen Auswirkungen) – man könnte auch von Funktionen der Freundschaft sprechen; Regeln, die man beachten sollte, um eine Freundschaft nicht zu gefährden; Voraussetzungen (Bedingungen) für das Zustandekommen einer Freundschaft – hierhin gehört auch die von Knigge diskutierte Frage des Alters.

C) Technische Probleme:

  1. Einen Absatz markiert man, indem man ihn einrückt;
  2. Fußnoten durchgängig nummerieren oder pro Seite neu zählen;
  3. Zeilenzählung nur bei kurzen Texten (oder solchen ohne Seitenangabe), sonst genügt Seitenzählung;
  4. diese ist aber erforderlich; „ich stimme mit Knigge überein“ (oder: Knigge + Titel) genügt nicht;
  5. vom Thema wegführende Bemerkungen gehören in eine Fußnote;
  6. Wiederholungen vermeidet man leichter, wenn man die Gliederung ausformuliert;
  7. ans Ende gehört das Verzeichnis der benutzten Literatur, nach Autoren alphabetisch geordnet (Balk, Bünting, Claudius… – jeweils mit vollständigem Titel);
  8. wiederholt zitierte Titel führt man mit „a.a.O.“ (plus Seitenangabe) oder so an: „Autor. A.a.O., S. …“ (oder man verwendet einen Kurztitel: Knigge, 1788, S. …);
  9. Knigge könnte man nach der benutzten Ausgabe mit Seitenangabe oder aber nach seiner eigenen Gliederung (Titel, Teil, Kapitel, Abschnitt) zitieren;
  10. Gliederung im Text durch (Fettdruck oder) Zwischenüberschriften anzeigen. Tn
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