Zentralabitur Deutsch NRW 2013 – Gk, 2. Thema

Vergleichende Analyse zweier Gedichte

1. Brentano: Wenn die Sonne weggegangen, analysieren, dabei den literaturgeschichtlichen Hintergrund berücksichtigen.

2. a) Politycki: Das Unglück, analysieren; b) dieses Gedicht mit dem Brentanos daraufhin vergleichen, wie jeweils der Umgang mit einer Verlusterfahrung gestaltet wird.

A) Die Aufgabenstellung ist normal; Brentanos Gedicht ist einfach (V. 12 ist grammatisch unklar), Polityckis etwas komplexer (V. 8 ist mir sachlich nicht klar).

B) Lösungserwartung: normal. Bei der „Deutung“ von Polityckis Gedicht brauchte im Wesentlichen nur der Inhalt des Gedichts wiederholt zu werden – es wäre zu überlegen, was man den Schülern vor dem Abitur für den obligatorischen Aufgabenteil „Deutung“ vermitteln soll. Die Deutung wird hier mit jeweils 6 Punkten ziemlich hoch bewertet; offenbar waren noch überzählige Punkte im Topf. – Beim Vergleich fällt mir auf, dass krampfhaft Unterschiede gesucht werden (muss sein, ist schließlich ein Vergleich!). Die beiden ersten Aspekte der Lösungserwartung werden mittels „zunächst“ relativiert, d.h. sie zählen eigentlich nicht, wenn man ehrlich ist.

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2 thoughts on “Zentralabitur Deutsch NRW 2013 – Gk, 2. Thema

    • Hallo
      und vielen Dank für das Bemühen ums Verstehen, Herr Klagges!
      Aufgrund Ihres Vorschlags habe ich mich eben im Netz umgeschaut: Alle Ausgaben (bis auf die von Ihnen genannte) haben „ihr“ statt „mir“; wenn man deshalb an „ihr“ festhält, müsste es sich auf die Dunkelheit (V. 9) beziehen: Dunkelheit muss verschweigen …, aber Mond und Sterne zeigen … – das ist allerdings ziemlich schräg, dass in der Brust der Dunkelheit etwas wohnen soll.
      Fazit: „mir“ wäre eine sinnvolle Lösung; aber auch bei zeno.org und in der Freiburger Anthologie steht „ihr“ – wir müssen wohl an „ihr“ festhalten. Ob Schüler über diesen Vers gestolpert sind?

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