Zentralabitur Deutsch NRW 2012 – 3. Thema Gk

3. Thema (Berger / Schnitzler)

Aufgabenstellung:

1. Untersuchen Sie den vorliegenden Textauszug … im Hinblick auf die Aussagen zur Bedeutung von Träumen in der Literatur.

2. Beschreiben Sie die „Traumsituation“ von Albertines Traum und ordnen Sie diesen in den Handlungszusammenhang der Novelle ein. Stellen Sie anschließend dar, … welche Funktion und Bedeutung ihr Traum in der Novelle hat. Berücksichtigen Sie bei Ihren Ausführungen die Entstehungszeit von Schnitzlers Text.

Kommentar:

1. Die 1. Teilaufgabe ist als rein inhaltliche Rekonstruktion wieder recht simpel, auch wenn Berger als Professor sich etwas „geschwollen“ ausdrückt. Dass mit der Literatur „unseres Jahrhunderts“ die des 20. Jh. gemeint ist, ergibt sich (nur) indirekt daraus, dass Bergers Text im Jahr 2000 aus dem Nachlass herausgegeben worden ist, also früher (aber wann? Berger ist 1996 gestorben!) geschrieben worden sein muss.

Der mimetische Charakter des Traums gehört als begründender Hinweis zur Existenz von Traumsituationen in der Literatur überhaupt, nicht aber zur Literatur des 20. Jh.

Was Berger „anderseits ein funktionales Erzählelement“ nennt, verstehe ich nicht. Übrigens trennt man richtig „ander-seits“.

2. Die 2. Teilaufgabe ist i.W. Reorganisation von Unterricht und eigener Lektüre. Anspruchsvoll ist (an sich) die Aufgabe, die Entstehungszeit von Schnitzlers Novelle zu berücksichtigen – hier sind die Schüler darauf angewiesen, dass im Unterricht die entsprechenden Hinweise gegeben worden sind.

Ansonsten kann ich zu dieser Teilaufgabe nichts sagen, da ich Schnitzlers „Traumnovelle“ nicht kenne.

Fazit: Die Aufgabe ist für jemand, der am Unterricht teilgenommen hat, nicht schwer.

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