Gedichtvergleich „Dauer im Wechsel“ – „Aber du -?“

Es gibt im Internet (http://www.digitale-schule-bayern.de/dsdaten/8/83.pdf) einen Gedichtvergleich mit folgender Aufgabenstellung:
Erschließen Sie das Gedicht „Dauer im Wechsel“ von Johann Wolfgang von Goethe. Untersuchen Sie die darin zum Ausdruck gebrachte Sicht der Welt und des Individuums unter Berücksichtigung der eingesetzten poetischen Mittel. Vergleichen Sie diese Sicht mit der in Gottfried Benns Gedicht „Aber du-?“.
Da der richtige Text von „Aber du -?“ nicht greifbar ist, drucke ich ihn hier ab, damit man mit der Lösung (s.o.) arbeiten kann:

Gottfried Benn:  Aber Du -?

Flüchtiger, du musst die Augen schließen,
denn was eindringt, ist kein Großes Los,
abends im Lokal ist kein Genießen,
selbst an diesem Ort zerfällst du bloß.

Plötzlich sitzt ein Toter an der Theke,
Rechtsanwalt, mit rotem Nierenschwund,
schon zwei Jahre tot, mit schöner Witwe,
und nun trinkt er lebhaft und gesund.

Auch die Blume hat schon oft gestanden,
die jetzt auf dem Flügel in der Bar,
schon vor fünfzig Jahren, stets vorhanden
Gott weiß wann, wo immer Sommer war.

Alles setzt sich fort, dreht von der alten
einer neuen Position sich zu,
alles bleibt in seinem Grundverhalten –
aber du -?
(aus: Gedichte 1949 – 1955)

Meine Kurzanalyse von „Dauer im Wechsel“ steht hier.

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