Spätentwickler

Unter dieser Überschrift berichtete Christian Weber am 20. Oktober 2011 in der SZ über einen Bericht (Nature, online) über Untersuchungen britischer Neurowissenschaftler. Ich erspare mir hier die Einzelheiten – die Pointe liegt in der These, dass sich auch bei 12- bis 15-Jährigen sowohl die sprachliche wie die nichtsprachliche Intelligenz (IQ) noch deutlich verändern kann, und zwar um bis zu 20 Punkten sowohl nach oben wie nach unten. Die Messungen wurden durch Kontrolle der grauen Substanz in der entsprechenden Hirnregion untermauert. Über den Grund der Veränderung gibt es nur Spekulationen (Training?).

Folgerung: Eine definitiv gültige Unterscheidung nach intellektueller Leistungsfähigkeit gibt es für 10- bis 15-Jährige nicht. Welche schulpolitischen Konsequenzen daraus zu ziehen sind, soll hier offen bleiben – zumindest sollte es für 15- oder 16-Jährige noch die Möglichkeit geben, den Schultyp zu wechseln, wie es in der Gesamtschule zumindest unter der Hand durch Versetzung vom G- in den E-Kurs möglich ist. Die umgekehrte Möglichkeit gibt es ja auch: die Nichtversetzung in die nächsthöhere Klasse oder Jahrgangsstufe.

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