Destruktion des Konstruktivismus

Was ist Konstruktivismus?

Konstruktivismus ist das erkenntnistheoretische Konzept, das die psychischen Entitäten als freie Konstrukte der Subjekte auffasst, die nichts über die Existenz der Realität und über Gegenstände der Realität aussagen. Sie hat dadurch de facto die Kategorie der Realität aus der Theorie eliminiert und durch die Kategorie der vom Subjekt konstruierten Wirklichkeit ersetzt. Die psychischen Entitäten sind in dieser Sicht auch keine Abbilder von irgendetwas, sondern subjektive Konstrukte.“ So definiert Dr. Georg Litsche den Konstruktivismus in seinem Blog „Subjekte“ (http://www.subjekte.de/Glossar.htm#Konstruktivismus).

Wichtiger ist mir, dass er diese Modephilosophie radikal destruiert, man lese selbst: http://www.subjekte.de/Propaedeutikum/Konstruktivismus.htm

Warum ist es so wichtig, dass der Konstruktivismus derart umfassend widerlegt wird? Der Konstruktivismus ist die Modephilosophie vieler Deutschdidaktiker, vor allem der handlungs- und produktionsorientierten: Wenn jede von Subjekten konstruierte Wirklichkeit gleich „gültig“ ist, kann man die Schüler ruhig irgend etwas machen lassen – das ist dann sowohl als Werk gleich gültig neben Goethe und als Interpretation gleich gültig neben der des Lehrers: Alles ist gültig, nichts ist nämlich wirklich gültig – alles gilt nur „für mich“; man kann es loben, aber nicht diskutieren.

Dieser modische Unsinn führt die armen Schüler in einen tiefen Sumpf; denn sie lernen so nicht, sich wirklich methodisch sauber mit einem Text auseinanderzusetzen. Das müssen sie aber später im Beruf können, etwa als Juristen: Wenn es auch nicht die eine gültige Auslegung der Gesetze gibt, muss der Jurist doch so exakt lesen, verknüpfen und argumentieren, dass seine Interpretation zumindest eine gewisse Gültigkeit beanspruchen kann, die dann im Disput auch verteidigt werden kann – jedenfalls nicht mit dem Hinweis auf die konstruktivistische Beliebigkeit zur „auch gültigen“ deklariert werden will. Wer nicht fragt, was die Schüler später in der richtigen Welt können müssen, sondern sie nur auf didaktischen Spielwiesen toben lässt, damit sich auch alle beteiligen, betrügt sie um Lebens- und Berufschancen.

Links zum Thema „Konstruktivismus“:

http://de.wikipedia.org/wiki/Konstruktivismus_(Lernpsychologie)

http://www.uni-koblenz.de/~odsjgroe/konstruktivismus/

http://www.humboldtgesellschaft.de/inhalt.php?name=konstruktivismus

http://www.radikalerkonstruktivismus.de/

http://hypersoil.uni-muenster.de/2/01/07.htm

http://www.bubenhofer.com/publikationen/1999krekon/konstruktivismus.html

Didaktik:

http://www.uni-koeln.de/hf/konstrukt/reich_works/aufsatze/reich_47.pdf

http://www.schule.de/englisch/didaktik3.htm

http://www.uibk.ac.at/ils/downloads/lernkulturen/systemischer-konstruktivismus.pdf

http://www2.ibw.uni-heidelberg.de/~gerstner/Konstruktivismus.pdf

http://www.uni-koeln.de/hf/konstrukt/reich_works/aufsatze/reich_18.pdf

Kritik:

http://www.gkpn.de/kuegler.htm

http://sammelpunkt.philo.at:8080/1623/1/jansen.pdf

http://www.die-bonn.de/doks/schuessler0501.pdf

http://www.uni-koeln.de/hf/konstrukt/reich_works/aufsatze/reich_39.pdf

http://www.wissensnavigator.com/interface4/management/endo-management/buch/hab33.pdf

http://www.brainworker.ch/Dialog/postmoderne.htm

http://www.fhuisken.de/wahrheit2.pdf

http://www.stefre.de/html/konstruktivismus.html#Kritik_Konstruktivismus

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2 thoughts on “Destruktion des Konstruktivismus

  1. Die bessere Konstruktion wird sich durchsetzen – sofern man den Lernenden eine Chance gibt, Konstruktionen als solche zu erkennen. Sie sehen, dass ich mit Ihrer Gleichsetzung von Konstruktivismus und Relativismus nicht einverstanden bin.

    • Warum setzt sich denn die bessere Konstruktion durch,
      bzw. was macht sie zur „besseren“ – ist das nicht ihre Nähe zur „konstruierten“ Wirklichkeit?
      Sagt also die gute Konstruktion nicht doch etwas über die Wirklichkeit aus? Was bleibt dann aber vom (radikalen) Konstruktivismus übrig?

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