Wörterbuch schreiben (produktive Aufgabe)

Ein Wörterbuch zu schreiben ist eine anregende Aufgabe; denn durch den Zwang, passende Stichwörter zu finden, sucht man intensiver und breiter als ohne diese Nötigung. Auf der homepage meiner ehemaligen Schule gab es zum Beispiel ein Satirisches Wörterbuch des FMG; das SZ-Magazin stellte im Jahresrückblick 2004 die entscheidenden Ereignisse in Stichwörtern, alphabetisch geordnet, vor… Es handelt sich um die gleiche Idee wie beim Spiel Stadt-Land-Fluss. Als Anregung gebe ich eine Liste wieder:

Abc der Etikette [für den Umgang mit Adligen]

Anrede: Je unbedeutender der Titel, desto protziger die Anrede.
Butler: …
Cocktailparty: …
Degeneration
Exil-Könige
Froschkönige
Gotha
Handkuss
Intellektuelle
Jagd
Kleidung
Liebesdienst
Mandatsträger
Name-Dropping
Oxford
Per Du?
Q wie „Kwien“
Rache
Sport
Tischmanieren
Unworte
Verwandtschaft
Wallfahrten
Xenophobie
York
Zu spät
(SZ Magazin No. 15 – 9.4. 1998)

Auch Jahresrückblicke werden in Form von Wörterbüchern gemacht. So war z.B. das SZ-Magazin vom 30.12. 2005 wieder ein Jahresrückblick in Form eines Lexikons:
A 380
Alice
Andamanen und Nikobaren
Audienz
Auflaufkinder
Baby 81
Benedikt XVI.
usw. – es gibt beinahe kein Thema, das sich nicht als Wörterbuch behandeln ließe: eine anregende Aufgabe.

Vgl. auch die Wörterbücher unter

http://web.archive.org/web/20081107175200/http://www.karsten-mekelburg.de/teufel/wdt_008.htm bzw.

http://www.ats-group.net/woerterbuecher/woerterbuch-satirisch.html

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