Gedichtanalyse, Gedichte analysieren – Überblick: meine Aufsätze (mit Beispielen)

Im Lauf der Zeit habe ich eine Reihe von Aufsätzen zur Gedichtanalyse geschrieben, weil ich im Verlauf des Arbeitens zusammen mit den Schülern immer wieder hinzugelernt habe. Ich stelle hier einmal die Links zu allen meinen Aufsätzen zusammen; die beiden ersten waren auch zeitlich die ersten – die folgenden sind hier systematisch geordnet.

https://norberto68.wordpress.com/2011/02/13/gedichte-analysieren-methode-der-gedichtanalyse/ (für Sek II gedacht)

https://norberto68.wordpress.com/2011/page/12/ (Hier beginnt die Systematik.)

https://norberto68.wordpress.com/2011/02/13/textbegriff-textlinguistik-gedichte-als-texte-verstehen/ (elementar)

https://norberto68.wordpress.com/2011/02/13/zuerst-den-aufbau-von-gedichten-untersuchen-gedichtanalyse-1-schritt/ (grundlegend)

https://norberto68.wordpress.com/2012/03/06/was-heist-den-aufbau-des-gedichts-beschreiben/ (Einführung in den vorhergehenden Aufsatz)

https://norberto68.wordpress.com/2011/02/14/rhythmus-eines-gedichts-beispiel-goethe-gefunden/ (Hier beginnen die Einzelaspekte.)

https://norberto68.wordpress.com/2011/02/14/rhythmus-eines-gedichts-beispiel/

https://norberto68.wordpress.com/2010/11/30/die-klangform-des-gedichts/

https://norberto68.wordpress.com/2011/02/13/bildhaftes-sprechen-formen-und-eigenart/

https://norberto68.wordpress.com/2011/07/20/bildhafte-sprache-in-gedichten-2-fassung/

https://norberto68.wordpress.com/2011/02/14/bildhaftes-sprechen-beispiel-heym-ophelia/ oder https://norberto68.wordpress.com/2011/02/14/bildhaftes-sprechen-beispiel-steffen-elsa-benn-einsamer-nie/ (drei Beispiele: Analyse bildhaften Sprechens)

https://norberto68.wordpress.com/2011/02/14/logik-bildhaften-sprechens-und-denkens-beispiele/

https://norberto68.wordpress.com/2011/02/13/gedichtanalyse-beispiel-mit-methodischem-kommentar-ina-seidel-trost/ (Beispiel einer Analyse)

https://norberto68.wordpress.com/2012/10/12/gedichtvergleich-methode-beispiele/ (eine eigene Form des Arbeitens, passt nicht ganz ins System)

Meine Beiträge zur Gedichtanalyse bei lehrer-online:

http://www.lehrer-online.de/gedichte-verstehen.php?sid=37763964136283472834400470047030 (Kurs zur Gedichtanalyse)

http://www.lehrer-online.de/rhetorik-im-netz.php?sid=35381799604093426234400470047740 (Bildhaftes Sprechen: Rhetorikthemen im Netz)

http://www.lehrer-online.de/lyrik1945-1960.php (Deutsche Lyrik 1945-1960)

Heute stehen meine Gedichtanalysen (Beispiele) in dem Blog http://norberto42.wordpress.com (dort am linken Rand die Kategorien: Gedichte 17. – 20. Jahrhundert; siehe in diesem Blog norberto68.wordpress.com rechts bei den Kategorien: Methodisches).

Über Lyriktheorie für Schüler habe ich einen Beitrag geschrieben, der verschiedene frühere Darstellungen zusammenfasst: https://norberto68.wordpress.com/2012/08/01/einfuhrung-in-die-lyrik-theorie-fur-schuler/

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5 thoughts on “Gedichtanalyse, Gedichte analysieren – Überblick: meine Aufsätze (mit Beispielen)

  1. Sehr geehrter Herr Tholen,

    zunächst einmal stelle ich ein großes Lob für Ihre exzellenten Arbeiten voran, die sich durch den stetigen Versuch, sich methodisch sauber einem Werk zu nähern und durch Reflexion sowie Überarbeitung der eigenen Ergebnisse auszeichnen. – Diese Arbeitsweise ist keine Selbstverständlichkeit.

    Das eigentliche Anliegen meines Kommentars gründet in meinem Anliegen, die Methoden Analyse und Interpretation sauber voneinander zu trennen. Nach langer Suche, die mich unter anderem zu dieser Unterscheidung von Analyse (http://www.li-go.de/definitionsansicht/lyrik/textanalysedeskription.html) und Interpretation (http://www.li-go.de/definitionsansicht/lyrik/interpretation.html) führte, aber dennoch genau wie beispielsweise das Befragen von Wörterbüchern mich unzufrieden ließen, stieß ich auf die Ihre, welche Sie in dem Beitrag »Gedichte analysieren – Methode der Gedichtanalyse« (https://norberto68.wordpress.com/2011/02/13/gedichte-analysieren-methode-der-gedichtanalyse/) formulieren:

    »In der Interpretation kommt es darauf an, diese Ergebnisse der Analyse auf den Autor, auf seine sonstigen Werke, auf die Epoche und die literarische Tradition (und ihre Formen und Themen) zu beziehen. (1.01.07)«.

    Nun frage ich mich, ob sie diese – mir im Übrigen zum ersten Mal wirklich einleuchtende – Differenzierung noch immer vertreten, stammt die Erkenntnis doch aus dem Jahre 2007 bzw. 2011?

    (Anlass für meine Suche ist im Übrigen die Tatsache, dass für die selbe Anforderung unterschiedliche Operatoren verwendet werden, also beispielsweise in Nordrhein-Westfalen »analysieren« und in Thüringen »interpretieren«.)

    Gruß
    Martin

    • Hallo Martin,

      zunächst vielen Dank für das Lob! Was die Unterscheidung interpretieren/analysieren betrifft, möchte ich drei Dinge sagen:
      1. Im Prinzip vertrete ich diese Unterscheidung heute noch, auch wenn sie mir nicht mehr so wichtig ist, weil ich seit fünf Jahren pensioniert bin und von manchen alten Problemen Abstand gewonnen habe.
      2. Was ich meine, ist eigentlich uninteressant – wichtig ist, was „die Deutschen“ mit dieser Unterscheidung ausdrücken wollen; über die Bedeutung von Wörtern entscheidt ihre Verwendung (in der Schule auch die Kultusbürokratie).
      3. In NRW werden die beiden Operatoren Interpretieren und Analysieren gleichbedeutend gebraucht (genau wie Beurteilen und Bewerten, obwohl ich darin einen Unterschied wahrnehme – aber mich fragt ja keiner, trotz meiner Operatorenkritik https://norberto68.wordpress.com/2011/05/30/zentralabitur-deutsch-nrw-gultige-operatoren/).
      In Berlin gibt es eine Institution, die sich mit der Präzisierung (oder Angleichung auf Länderebene) der Operatoren befasst – eine „unendliche Geschichte“! Ich habe vor einiger Zeit Links gesammelt, um mich noch einmal mit der Operatorenfrage zu befassen und Vorschläge zur Klärung zu machen; davon sehe ich jedoch ab, weil auf mich ja doch keiner [von den maßgeblichen Personen] hört. Bereits in den letzten Jahren meiner Arbeit als Lehrer habe ich eingesehen (und oft als Spruch gegenüber Entschuldigungen von Schülern) verwendet: „Ich kann es nicht ändern.“ Früher habe ich immer gesagt: „Präziser, bitte“!“
      Was bleibt zum Schluss zu sagen? Ich kann versuchen, sauber zu arbeiten (resp. gearbeitet zu haben), und wenn der eine oder die andere davon etwas lernt, bin ich zufrieden.

      • Sehr geehrter Herr Tholen,

        ad 1.: Neben dem eigentlichen Anlass meiner Suche motivierte mich auch der Umstand, dass ich noch nie wirklich den Unterschied zwischen der für z. B. die textgebundene Erörterung notwendigen Sachtextanalyse und der »Interpretation« von Lyrik, Prosa oder Dramatik, sofern man bei Letzterem nicht die Bedeutung aufzeigt, verstand.

        Ad 2.: Stimmt.

        Ad 3.: Bis jetzt sind im Übrigen keine Veränderungen feststellbar – zumindest nach meinem Vergleich der derzeitigen Operatorenübersicht mit der Ihren Kritik.

        Ich bleibe nun bei der Ihren Unterscheidung von Analysieren und Interpretieren. Diese wird, wie ich soeben feststellte, auch mit den Termini »textimmanente Interpretation« und »textexterne Interpretation« vorgenommen (vgl. z. B. Knöbl, Stephan [Hrsg.]; Mettenleiter, Peter [Hrsg.]: »Blickfeld Deutsch Oberstufe«. Paderborn: Schöningh Verlag, 2003. S. 16) – aber: Das, was mit »textimmanent« versucht wird, zu fassen, ist die Analyse; nur die »textexterne Interpretation« ist auch eine Interpretation.

        Ich danke jedenfalls für Ihre Antwort.

        Gruß
        Martin

      • Derart sachlich interessierte Leser wie Sie wünscht sich jeder Autor!

        Auch für die Sachtextanalyse kann man meine Unterscheidung von Analysieren/Interpretieren wieder anwenden, weil ja auch Sachtexte in einem größeren Diskussionszusammenhang stehen (jetzt z.B. die Debatte über das Verbot der Beschneidung) – nur kennt man den in der Regel nicht, und die Autoren von Aufgabenstellungen kennen ihn (oft genug) auch nicht und v.a. stellen sie ihn nicht dar. Bei Textauszügen habe ich jedenfalls meinen Schülern zumindest den Kontext des Auszugs beschrieben – das ist das Minimum, was selbst bei Abituraufgaben nicht erbracht wird. [Vor zwei oder drei Jahren ergab das ein lustiges Missverständnis beim Abi in NRW: Da wurde der von Schopenhauer kritisierte Ehrbegriff ohne Kontextbezug als dessen eigener dargestellt und entsprechend missverstanden.]
        Oder ein anderes Beispiel: meine Analyse der Rezension von Schlinks „Der Vorleser“ durch Jeremy Adler: Ich biete vor der Erörterung eine resp. zwei detaillierte Analysen; Adlers Aufsatz kann man aber auch noch in die ganze (angelsächsische und deutsche) Diskussion der sogenannten Vergangenheitsbewältigung des Drittes Reichs stellen (d.h. den Aufsatz interpretieren) – eine unendliche Aufgabe, welche Schüler natürlich total überfordert, weil sie die Geschichte dieser Diskussion nicht kennen! (Ich könnte mich als Lehrer immerhin kurz über „Vergangenheitsbewältigung“ informieren, kenne selbst die Geschichte aber auch nur bruchstückhaft.)

        Viele Grüße, Norbert Tholen 
        ________________________________

  2. Pingback: Einführung in die Lyrik – Theorie für Schüler « norberto68

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