So lautet das Motto des Katholikentags 2012, der im Mai in Mannheim stattfindet. Angesichts des langanhaltenden Bremsvorgangs, den Papst Benedikt durchsetzt, ist das Motto objektiv ein Witz. Mit geht es hier aber primär nicht um den Katholizismus, sondern um die nebulöse Semantik solcher Mottos. Da ist erstens die Verbform „wagen“, ein Infinitiv, der völlig unbestimmt [...]
Ich möchte hier eine Tabelle vorstellen, an der ich lange gebastelt habe. Es geht um sprachliche Handlungen, wie sie in Sachtexten geläufig sind; sie genau zu bestimmen macht einen Teil der Analyse von Sachtexten aus. Sie können viel genauer erfasst werden, als dies gewöhnlich geschieht – das ist meine Einsicht und meine Hoffnung. Hier also [...]
Eigentlich wollte ich hier primär eine Liste mit Verben oder Wendungen aus dem Wortfeld “sterben” eingeben, sterben, versterben, einschlafen, entschlafen, das Leben aushauchen, hinüberschlummern, den Geist aufgeben, die Augen für immer schließen, heimgehen, von der Bühne abtreten, sein Dasein vollenden, das Zeitliche segnen, ins Gras beißen, verscheiden … mit der Aufgabe: das Material nach Sprachschichten [...]
Meine Mutter war eine geborene Feiter, daher interessiere ich mich für die Geschichte der Familie Feiter aus Ratheim (heute Hückelhoven). Heinz Koulen aus Jülich hat eine große Untersuchung zur Geschichte der Familie Feiter aus dem Raum Horst-Dremmen-Porselen-Ratheim vorgelegt; in dieser Untersuchung nennt er 36 verschiedene Schreibweisen des Namens „Feiter“, von Fayter bis Vyters. Der erste [...]
Fritz Mauthners (und auch Hugo von Hofmannsthals, siehe dessen Chandos-Brief) gibt es eine kurze Untersuchung Hubert Schleicherts, die auf einer größeren Arbeit beruht: http://www.gleichsatz.de/b-u-t/221149/schleich1.html, und die zu lesen sowohl für Deutschlehrer wie für geplagte Beinahe-Abiturienten lohnt, damit man auch zum Aspekt “Sprachkritik” etwas Vernünftiges sagen kann.
Als allgemeine Stilregel kann gelten, dass das Deutsche den (Neben)Satz statt nominaler Konstruktionen liebt. Warum das so ist, möchte ich am Beispiel der Wörter “verraten – Verrat” erklären. Ich führe zuerst die Artikel aus dem Bertelsmann-Wörterbuch vor, wie sie im Netz unter http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/services/suche/wbger/index.html zu finden sind, und werte den Befund anschließend aus. Ver|rat [m. -(e)s; nur Sg.] [...]
Im Folgenden möchte ich die Gedanken des Buches knapp zusammenfassen, damit man sieht, welche Fragen bedacht, welche Begriffe geklärt werden müssten. 1. Grundlagen menschlicher Kommunikation (S. 9-23) Vorab wird der Begriff des Zeichens (materiale Seite / Seite des Gemeinten) eingeführt: Zeichen kann man nur nach Regeln verwenden, weil sonst „das Gemeinte“ nicht gesichert ist. Die [...]
Von norberto42
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Auch in Grammatik, Linguistik veröffentlicht
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Verschlagwortet mitAnnahmen, antworten, Argument, Argumentation, arumentieren, Öhlschläger, Bedeutung, begründen, bestreiten, beweisen, deiktische Ausdrücke, Eigennamen, erkären, Folgerungen, Fragen, gemeinsames Wissen, Handlungssequenz, Heringer, Hintergrundwissen, Indizienbeweis, Interview, Kennzeichnungen, Kohärenz, Kommunikation, Kommunikationsprinzipien, Konklusion, konkurrieren, Kontext, kooperieren, lügen, Mehrdeutigkeit, Normierung, Offenheit, Prämissen, Präsupposition, Referenz, referieren, schließen, Schlussfolgerung, Semantik, semantische Verhältnisse, Sprachhandlung, Sprachregelung, Sprechakt, Strecker, Unbestimmtheit, Unverträglichkeit, verheimlichen, vorwerfen, Widerspruch, Wimmer, Zeichen, Zweifel
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Vorname, Familienname, Eigenname, Onomastik: Herkunft und Bedeutung von Namen Wie kriege ich raus, was meine Namen besagen oder bedeuten? Natürlich weiß jeder, dass er nicht dieser Name ist – es gibt ja viele Anjas und Alexander, Marias und Markus (oder eher Marküsse?). Aber ein bisschen ist man eben doch sein Name: Man wird so gerufen, [...]
Die Landtagswahlen am 27. März 2011 haben zu katastrophalen Ergebnissen für die FDP geführt; die Kommentatoren machen dafür auch die Bundespolitiker der Partei verantwortlich. Der Parteivorsitzende Westerwelle lehnte bald nach der Wahl seinen Rücktritt als Konsequenz dieser Niederlage ab. Er begründete seine Entscheidung mit dem Satz: “Wer Verantwortung hat, hat Verantwortung.” Dieser Satz ist so [...]
Im Beitrag http://norberto68.wordpress.com/2011/02/22/wortbildung-unterrichtsreihe/ ist im Anschluss an den Schülerduden Grammatik die Wortbildung kurz dargestellt worden. In diesen Zusammenhang gehört auch das Phänomen, welches man mit dem Stichwort “Wortfamilie” umschreibt. Am Beispiel der Familie “schließen” möchte ich vorführen, was Wortfamilien sind und wie man das Verständnis des Phänomens zur sprachlichen Bildung nutzen kann. Die Indexzahlen 1, 2, [...]