In der FAZ findet sich ein interessanter Artikel von Inge Kloepfer, den ich voll und ganz unterschreibe: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/familie/jugendliche-in-deutschland-ich-will-was-leisten-und-das-ist-gut-so-11679381.html Der Artikel zeigt, dass das ganze Gerede von den überforderten Jugendlichen weithin der Phantasie von Pädagogen oder Politikern entstammt (oder von überbesorgten Eltern).
Im folgenden Text von spektrum.de werden die Untersuchungen eines Psychologen auf Politiker angewandt – ich möchte sie auf Schüler übertragen, die pfuschen (mogeln, schummeln, spicken …), und auf das Bild, das sie selbst und ihre Eltern von den so “tüchtigen” Schülern haben: [...] Wulff und Guttenberg sind demnach nur zwei prominente Beispiele für ein durchaus [...]
Das Gehirn macht 2% der Körpermasse aus, verbraucht aber 20% der Energie. Da energetische Sparsamkeit ein zentraler evolutionsbiologischer Imperativ ist, bedeutet das für unser Gehirn: “Nur denken, wenn es unbedingt notwendig ist, und lieber auf energiesparsamere unbewusste und automatisierte Prozesse umschalten.” (Hans-Georg Häusel, über LimbicScience)
Ernst Michael Lange schreibt in seiner Abhandlung “Das verstandene Leben” (pdf-Datei, S. 10): “Wittgenstein geht von ganz einfachen Lernsituationen aus – einem Schüler wird beigebracht, eine arithmetische Reihe richtig fortzusetzen (vgl. PU Abschnitt 143). Dabei kann es sich zunächst um das Erlernen/Lehren der Reihe der natürlichen Zahlen handeln und die Aufgabe im Nachschreiben der Zahlzeichen. [...]
Unter dieser Überschrift berichtete Christian Weber am 20. Oktober 2011 in der SZ über einen Bericht (Nature, online) über Untersuchungen britischer Neurowissenschaftler. Ich erspare mir hier die Einzelheiten – die Pointe liegt in der These, dass sich auch bei 12- bis 15-Jährigen sowohl die sprachliche wie die nichtsprachliche Intelligenz (IQ) noch deutlich verändern kann, und [...]
Konfuzius sprach: “Im Altertum lernte man, um sich selbst zu vervollkommnen; heute dagegen lernt man, um anderen gegenüber etwas zu gelten.” (Konfuzius. Gespräche XIV, 24. Hrsg. von Ralf Moritz, Leipzig 1982, S. 110) Wenn das schon Konfuzius vor 2.500 Jahren sagte…
Dieses Buch des Neurobiologen G. Roth hat Tanjev Schultz in der SZ vom 10. Juni 2011 unter der Überschrift “Hirnforscher lehrt: Gute Lehrer brauchen keine Hirnforschung” sehr positiv besprochen. Ich referiere kurz dessen Besprechung: Bemerkenswert ist die Einsicht, dass der Längsschnitt eines Gehirns noch nicht viel über die an ihm angeblich demonstrierte pädagogische These besagt. Hauptthese Roths [...]
Wer während eines langatmigen Telefongesprächs oder Meetings ziellos vor sich hin malt, kann sich später besser an die angesprochenen Inhalte erinnern. Das zeigte jetzt Jackie Andrade von der University of Plymouth in einem Gedächtnistest mit 40 Probanden. Den Versuchsteilnehmern wurde ein zweieinhalbminütiges Band vorgespielt, das ein Telefongespräch simulieren sollte. Mit einer sehr monotonen Stimme wurden [...]
Es kommt natürlich darauf an, was jemand meint, wenn er fordert, man müsse auch eine andere Meinung gelten lassen. Prinzipiell braucht man das aber nicht – und die Forderung ist nur ein schlecht verhüllter Versuch, unterm Mäntelchen von Toleranz oder demokratischem Geist Inkompetente zu schützen. Ich begründe diese These: Die alten Griechen haben die bedeutsame [...]
Das Dilemma der schulischen Leistungsbeurteilung • ”Schule soll die Entwicklung von Kindern fördern und zugleich Selektionsentscheidungen über diese Kinder treffen.” • „Diese zwei gegensätzlichen Aufgaben lassen sich nicht oder nur sehr schwer vereinbaren.“ Fördern und Selektieren definieren völlig unterschiedliche pädagogische Situationen. • ”Für das Fördern ist es wertvoll, dass die Lernenden ausprobieren, Fehler machen, etwas [...]